512 BÜSCHING, WÖCHENTLICHE NACHRICHTEN.
Geschichtsschreiber verdankten) und über Einführung der römi-schen Schrift. Der Verf. entscheidet für die Meinung, Ari habeseine Werke in der verdorbenen römischen oder angelsächsischenSchrift niedergeschrieben. Die Fabel von der Chronik desIsleifi, welche nach einigen den historischen Werken Aris vor-angegangen sein soll, wird verworfen und ihrer Entstehungnachgespürt. Zuletzt als Anhang eine kurze Nachricht über diebeiden mit Ari gleichzeitigen Schriftsteller Kolskegg und Sämund.
[anonym. Von W. Grimm?]
657 WÖCHENTLICHE NACHRICHTEN
für Freunde der Geschichte, Kunst und Gelehrsamkeit des Mittelalters vonDr Joh. Gustav Büsching. Erster Band (mit einem ausgemalten und fünfschwarzen Kupferstichen). Breslau 1816. VIII und 424 S. in 8. Zweiter
Band. Das. 1816.
Heidelbergische Jahrbücher der Litteratur. Jahrgang/v (1812) Bd II, No.,4-5.
S. 657-665. /, ° 4
Wenn zwei Bände einer Zeitschrift fertig geworden, sopflegt sich ihr Charakter ziemlich festgesetzt zu haben, und esist ein Urtheil darüber schon zulässig. Der rühmliche Eifer desHrn. Büsching für das deutsche Alterthum ist auch hier nichtzu verkennen und mit Lob zu erwähnen, doch scheint es uns,habe er sich die Sache etwas zu leicht gemacht, wenigstensgibt es nach unserer Meinung keine altdeutsche Zeitschrift oderSammlung, wo die Halmen so dünn ständen und welche soarm an bleibendem Inhalt wäre, wie diese; selbst der vorzwanzig Jahren herausgekommene Bragur des Hrn. Gräter warzugleich reichhaltiger und sorgfältiger redigirt und mit demaltdeutschen Museum, das Hr. Büsching mit Hrn. von derHagen und Docen vor einigen Jahren herausgab, lässt sichdiese neueste^ leicht heranschwellende Zeitschrift nicht verglei-chen. Es ist gewiss gut, Eins und das Andere bloss anzuregen,aber hier und dort nach Bequemlichkeit ein Stückchen oderLäppchen aus dem Fache herauszuholen, das längst angeregtist, ja ordentlich bearbeitet wird, ist kein Verdienst oder ein