508 ÜBER BERNHARD FREIDANK.
(1850) abdrucken lassen; jetzt erscheint sie an ihrem rechtenPlatze (S. 352-—414) und abermals nicht bloss mit einzelnenZusätzen, sondern auch mit einer ausführlichen Nachricht vonden Negermärchen (S. 361 — 379) vermehrt. Hr. Liebrechtübersieht das alles, wie er auch die mitgegebenen Erläuterungenzu den neuen Märchen (S. 243—262) übersieht, die doch keineRandbemerkungen sind. Ich begreife nicht, wie er bei derflüchtigsten Vergleichung mit der vorigen Ausgabe zu einemsolchen Urtheile hat gelangen können. Wie ganz anders, billigund gerecht, urtheilt A. Kuhn im Centralblatt 1856, No. 52.Ich habe gethan, was in meinen Kräften stand, und zwar mitSorgfalt, ja, neben anderen drängenden Arbeiten, mit An-strengung.
Doch eine Ausstellung ist begründet, ich habe die DeutscheMythologie nicht citiert. Ich bin zu entschuldigen; bei derAbfassung des Buches (1822) konnte ich nicht darauf verweisen,da sie erst 16 Jahre später erschien. Ich hatte dem 1. Bande(1819) eine Abhandlung über die Spuren des heidnischenGlaubens beigegeben, die ich wegliess, weil die Deutsche My-thologie vorhanden ist und gewiss jeder bei Untersuchungendieser Art zuerst nach dem trefflichen Buche greift, wo er dienöthigen Hinweisungen auf die Märchen findet.
Wilhelm Grimm.
ÜBER BERNHARD FREIDANK.
Literarisches Centralblatt für Deutschland. Herausgegeben von Friedrich
Zarncke. Leipzig, Bduard Avenarius. 4. No. 26. 27. Juni 1857.
S. 413 — 414.
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U ber Bernhard Freidank ist der Titel einer gegen michgerichteten Abhandlung von Franz Pfeiffer in der Germania 2,129—163. Es ist nicht nöthig, etwas darauf zu erwidern; ichmuss nur Einiges abwehren.
In einer Grabschrift, die nach meiner Überzeugung in das15. Jahrhundert gehört und der schon alweg ihre Zeit anweist,