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2 (1882)
Seite
507
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ZU DEN KINDER- UND HAUSMÄRCHEN. 507

auf, wovon eben (1856) eine neue Auflage erschienen ist. Dieerste Ausgabe enthielt 155 Märchen, die letzte (1850) 210,ausserdem habe ich von den 155 eine beträchtliche Anzahldurch neue oder bessere ersetzt, andere vervollständigt; auchin der nächsten Auflage werden einige neue vorkommen. DieSammlung ist also beständig gewachsen. Die Anmerkungennahmen in der ersten Ausgabe 130 Seiten ein, die gegenwärtige,in welcher ich auch Nachträge meines Bruders benutzt habe,enthält 418 Seiten; hätte ich nicht einen bedeutenden Theil dervorigen (S. 280369) auslassen können, so wäre der Band nochviel stärker geworden.

Hrn. Liebrecht danke ich für schätzbare Nachträge zu deneinzelnen Anmerkungen; solche werden sich immer noch ergeben,wie ich sie selbst schon zu den spanischen Märchen [s. Bd III]geliefert habe; ein gänzlicher Abschluss ist nicht zu erwarten.

Hr. Liebrecht gibt aber auch ein Urtheil über das Buchab, wofür ich ihm nicht danken kann, so gütig er sich'dabeiüber mich äussert. Er meint, das Buch habe ein ganz anderesAussehen annehmen müssen, ja er geht so weit, zu sagen,ichselbst würde es mit Recht jemand verai-gen, der behaupte, ichhätte hier alles geleistet, was ich hätte leisten können. DasBuch mache den Eindruck, als" seien nur Randbemerkungen,hier und da einzelne Zusätze zugefügt worden". Ein jedermuss glauben, es sei nichts als ein Abdruck der vorigen Aus-gabe mit ein Paar gelegentlichen, nicht sehr bedeutenden Ver-besserungen. Das ist nicht der Fall. Kleine Zusätze undweitere Citate, die wenig Raum einnehmen und doch Mühemachen, sind nicht alles. Ich hatte früher in einem Abschnitteüber die Litteratur jedes einzelne Märchen erläutert; das war,nach so ausserordentlichem Zuwachs, in dieser Weise nichtmehr durchzuführen. Ich habe daher eine Übersicht gegeben,die das neu Erschienene bespricht, das Wichtigere hervorhebtund auf das Verwandte hinweist. Diese Arbeit, die ohne ge-naue Forschung nicht möglich war und die mir nicht misslungenscheint, beweist hinlänglich, dass ich mich fortwährend mit dem3. Bande beschäftigt habe; ich musste, wenn ich sie nicht ganzzurückbehalten wollte, sie vorerst als Zugabe zum ersten Bande