ÜBER DIE EDDA. 499
welche wir hier nicht urtheilen wollen, obgleich es jedem Kennerauffallen muss, dass das Verhältnis der nordischen und deutschenMythe nicht nach den hinten folgenden eddaischen Liedernselbst, die so viele feine Punkte an die Hand bieten, sondernnach der Wolsungasaga, Torfäus und Suhm im Allgemeinenangegeben ist), schon bei zwei Büchern versprochen und zurück-gezogen, hier auch gewiss an ihrem vortheilhaftesten Platz, wärediese nicht dabei, so würden kaum mehr als drei oder vierExemplare an wirkliche Leser in ganz Deutschland abgesetztwerden können. Dass Hr. v. d. Hagen die Übersetzung selbstals Hauptsache anerkennt, ist klar, wejl er sie erst in Zukunftgeben will. Wenn er daran geht, hat er wohl Gelegenheit, ausanderen mittlerweile erwarteten Hilfsmitteln die Interpunktionnachzuliefern, so wie den von Fehlern wimmelnden Text zuverbessern. Wie er hier geliefert worden, ist er ganz un-brauchbar; es klingt vielleicht in unserem Munde parteiisch:indes wünschen wir, dass jemand, der nur die Sache versteht,darüber entscheiden möge. Als Beweis wollen wir gleich vondem ersten, dem leichtesten und schon einmal übersetzten Lieddie Fehler angeben: Pag. 1 og. annar. their qvamo i Ulfdali,daetur Landves enn Slagfithur Svanhvitar alvitrar, mehr-mals auch p. 3 dyr lin spunno. — Pag. 2 Svanfiathrar dro. 40onondar. enn en niunda. sian hündroth. vithr enn van-thurri (?!) — : Pag. 3 oc mic brude (ebenfalls ganz ohne Sinn)enn längan sal. toc af bastim. gorsimar. or hann Baul-hvildar baug umthenir (?!) sem es hagazt kunna. Pag. 4Fecca er than Volundi. Wie käme die Alliteration heraus?Nithathur beständig, bithia ec thes bot. ger laet ec thatgull. Pag. 5 i vith giarnra (giaura, giaura). Wir wünschendie Übersetzung davon zu hören. Kell mic i haufut. gen oreyio. oc hon inn um gen endlängan sal. eth iöth eiginn.Pag. 6 Senda ec Bauthvildr. at thic af hefti taca. er mic meier tregi. upristu thacrathr. gange fagr warith. eina augurstund. So sind sechs Seiten allein schon voll von den gröbstenund sinnzerstörendsten Fehlern; von geringeren Dingen, dassdie Substantiva in den Prosazeilen bald gross bald klein gedrucktsind, reden wir nicht; auch haben wir uns bloss auf die Ver-
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