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2 (1882)
Seite
496
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496 ÜBER DIE EDDA.

Zweitens des in Rom glücklich aufgefundenen altdeutschenIleinhart Fuchs, wovon wir die von Glöckle genommeneAbschrift ebenfalls schon besitzen. Erst durch dieses von demplattdeutschen in Form und Inhalt gänzlich abweichende Ge-dicht wird eine historische Kritik dieser herrlichen, selbst nochin deutscher Volkssage stückweise und bisher unerkannt fort-lebenden Fabel möglich gemacht; wir hoffen aber, um diesenZweck noch genauer zu erreichen, zugleich die altfranzösischenGedichte mit abdrucken lassen zu können, zu deren Hand-schriften uns der Zugang gemacht worden ist. Das deutschePublikum, welches diesen Sagencyklus seit Goethes neuerBearbeitung von neuem gewürdigt hat, wird ohne Zweifel derviel älteren und ganz neue Seiten aufweisenden Quelle Beifallund Unterstützung angedeihen lassen. Ein ausführlicher Com-mentar ist unerlässlich.

Cassel, im März 1811. Gebrüder Grimm.

39 ÜBER DIE EDDA.

Erklärung, die Collision in der Herausgabe der alten Edda und der altnor-dischen Sagen betreffend.

Morgenblatt für gebildete Stände. Sechster Jahrgang. 1812. Tübingen.

J. G. Cotta. 4. No. 221. Montag, 14. September 1812. Übersicht der

neuesten Litteratur. 1812. No. 10. S. 3940.

[Mit Jacob Grimm.]

Xlerr Professor von der Hagen zu Breslau behauptet inder Vorrede zu seinem (schon in der Ostermesse als fertigangekündigten, jetzt erst ausgegebenen) Abdruck der eddaischenLieder, ihm falle bei der Collision mit uns nichts zur Last.Wenn damit die Schuld auf uns gewälzt wird, sind wir ge-nöthigt, sie öffentlich abzuwenden. Die Sache ist klar undleicht abzuthun.

I. In Hinsicht der eddaischen Lieder.

Das öffentliche Vorrecht zu einer litterarischen Unterneh-mung hängt nach der Sitte von der früheren Ankündigung ab.