THE RUNES OF ANGLO-SAXONS BY JOHN M. KEMBLE. 483
gemeineren Verhältnisse leitet. Mit Geist und freiem Blick be-zeichnet der Verf. die Stelle, welche dem einen festen Plan ver-folgenden Gedichte in der Geschichte der Poesie zukommt, undsiegreich bekämpft er das ungerechte, zum Theil auf falschen Vor-aussetzungen beruhende Urtheil, das Gervinus über den nichtausgezeichneten, aber sinnvollen und achtungswerthen Dichter 648ausgesprochen hat.
Eine Ausgabe von Rudolfs reinem Text wäre jetzt an
der Zeit.
Wilhelm Grimm.
THE RUNES OF ANGLO-SAXONS. 1129
By John M. Kemble. From the Arohaeologia vol. XXVIH, pp. 327 — 372.
London. Printed by J. B. Nichols and son. 1840. 46 Seiten in Quart mit
soehs Steindmektafeln.')
Göttingischo gelehrte Anzeigen. Bd II, 114. 115. Stück, den 22. Juli 1841.
S. 1129—1138.
Hindlich eine Schrift über die angelsächsischen Runen, wiesie schon längst ein jeder, der an diesem Gegenstande Antheilnimmt, gewünscht hatte. Nur ein in England einheimischerGelehrter, dem die angelsächsischen Handschriften nicht fernlagen, der die angelsächsischen Denkmäler und Alterthümer miteigenen Augen betrachten oder leicht darüber Auskunft erlangenkonnte, war im Stande, eine genügende Arbeit zu liefern. Ermusste aber neben gründlicher Kenntnis der angelsächsischenSprache auch Takt und Scharfsinn, neben Eifer und Behendig-keit des Geistes auch ruhige Besonnenheit besitzen, um sichnicht in luftigen, gewagten Vermuthungen zu verlieren. Allen 1130diesen Anforderungen genügt Kemble in vollem Masse; wohlhat er ein Recht, sich zu freuen, dass die Ehre, in dieser An-gelegenheit die rechte Bahn gezeigt und so wichtige Aufklärungengegeben zu haben, keinem Ausländer zu Theil geworden ist.Ich will Bericht über die treffliche Schrift abstatten.
x ) Die besonderen Abdrücke kommen nicht in den Buchhandel, und ichverdanke mein Exemplar dem Verf.
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