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2 (1882)
Seite
468
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468 WOLFRAM VON ESCHENBACH VON SAN-MAETE.

Unter pfaffen wip wird wohl meretrix, unter spiler win dergewöhnliche Wein verstanden; begozzen bröt ist mit Fettbeträufeltes Weissbrot, eine, wie es scheint, häufige Näscherei.MS. 2, 191 so der haven walle, unt daz veizte drinne swimme,so begiuz in wiziu brot. Fragm. 30 a betröifete wecke.

Mone hat ebendaselbst S. 56. 57 ein von ihm in Kölngefundenes Fragment von zwei Pergamentblättern in Duodezaus dem 14. Jahrhundert abdrucken lassen. Es enthält 290337 Müller (nur 303 ist weggeschnitten), aber darunter istnichts Neues, denn die vier Zeilen, die der Herausgeber dafüransieht und besternt hat, finden sich in meiner Ausgabe 50, 16.17448 und 78, 13. 14, ja auch bei Müller, wo nur 78, 14 ganzentstellt ist.

Druckfehler habe ich im Buche nicht anzeigen können undhole es hier nach.*,) W. Grimm.

647 LEBEN UND DICHTEN

WOLFRAMS VON ESCHENBACH.

Herausgegeben von San-Marte. Erster Band. Paroival. Mit dem zweitenTitel: Parcival, Rittergedicht von Wolfram von Esehenbach. Aus dem Mittel-hochdeutschen zum ersten Male übersetzt. Magdeburg, Verlag der Creutz'schenBuchhandlung 1836. LIX und 672 S. in 8.Göttingische gelehrte Anzeigen. Bd I, Stück 65, den 25. April 1836.

S. 647-648.

IM achdem man das Nibelungelied von sehr verschieden-artigen. Gesichtspunkten aus übersetzt und Walthers Lieder ineiner ansprechenden Bearbeitung dem grossen Publikum vorge-führt hat, kommt nun auch die Reihe an Wolfram von Eschen-bach. Lachmanns treffliche Ausgabe hat freilich den Gedankenerst möglich gemacht,» allein die Aufgabe ist doch hier vielschwieriger. Das Verständnis des Textes eröffnet sich nicht soleicht, und selbst wenn der Übersetzer glücklich dazu gelangtist, hat er zu befürchten, dass der gewöhnliche, poetischenGenuss ohne Mühe suchende Leser ihm nicht treu bleibt, weiler sich schon etwas anstrengen muss, wenn er dem sinnreichen

*) [Sie sind weggelassen worden.]