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2 (1882)
Seite
447
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HARZGEDICHTE VON G. SCHULZE. 447

also, schliesst er, in Beziehung auf diesen Buchstaben nur mitdem römischen und altgriechischen im Zusammenhange stehe:indessen kommt diese Form in dem einen Wiener Alphabetnur eckig, wie sie aber auch im griechischen bekannt war, vor.Wir können nicht umhin, am Schlüsse dieser Anzeige unserBedauern auszudrücken, dass die Gelehrsamkeit des Verfassersund die sichtbare Liebe zur Sache nicht den Erfolg gehabthaben, den sie verdienen.

Willi. Grimm.

HARZGEDICHTE. 57 s

Nach einer bessern Orthographie geschrieben und mit einem Wortregisterversehen von Gr. Schulze. Clausthal, bey Schweiger 1833. VI und 90 S. in 12.

'ttingische gelehrte Anzeigen. Bd I, 58. 59. Stück, den 10. April 1834.

S. 578581.

JL/ie Bewohner des Harzes gehören bekanntlich nicht zudem niedersächsischen Stamme, der sie umgibt, sondern sindzu Betreibung des Bergbaues aus anderen Gegenden Deutsch-lands herbeigezogen. Sie halten fest an den überliefertenSitten und Gebräuchen, wie an der eigenthümlichen Mundart-weiche entschieden zu den oberdeutschen gehört. Die gelegent,lieh darin abgefassten Gedichte hat Herr Schulze gesammelt 579und macht hier eine Auswahl bekannt, deren Orthographie ergeregelt und deren Verständnis er durch das beigefügte Wörter-buch erleichtert hat. Für deutsche Sprachforscher ist also zu-nächst dieses Büchlein bestimmt, denen es ohne Zweifel will-kommen sein wird. Aber auch die Poesie, die darin herrscht,wenn sie gleich nicht sehr tief geht, ist gar nicht zu verachten:zwar sind auch blosse Gelegenheitsgedichte darunter, die meistenjedoch enthalten idyllische Gemälde von dem häuslichen Lebender Harzer, und Manches davon, wie z. B. das Sonnabends-vergnügen wird auch jemand, der die Wahrheit davon nichtaus Erfahrung kennt, gerne lesen und sich daraus ein Bild voneinem lustigen Abend der Bergleute zusammensetzen können.

Die Mundart weist entschieden nach Thüringen, Frankenund den Maingegenden. Wir wollen Einiges anführen, a wird