Druckschrift 
2 (1882)
Seite
439
Einzelbild herunterladen
 

RUX-LÄRA AF JOH. G. LILJEGREN. 439

RUN-LÄRA AF JOH. G. LILJEGREN. ns

Stockholm. Trykt hos P. A. Norstedt et Söner. 1832. 220 S. in Octav,mit 12 Steindrücken.

Göttingische gelehrte Anzeigen. Bd I, 18. Stück, den 31. Januar 1833.. S. 175176.

J_Js ist lobenswerth, dass von Zeit zu Zeit Bücher er-scheinen, welche die in einem bestimmten Gebiete der Wissen-schaft bis dahin gewonnenen Resultate verständig und fleissigzusammenstellen. Bei einer leichten Übersicht des Ganzenschreitet man mit mehr Sicherheit und Bequemlichkeit weiter,bis wieder ein Ruhepunkt kommt, wo jene Arbeit aufs Neuemuss vorgenommen werden. Ein solches Buch ist das vor-liegende, welches von der Königl. Akademie der Wissenschaftenzu Stockholm im Jahre 1821 den Preis erhielt, jedoch, seines 176Umfangs wegen und weil es durch spätere Zusätze und Um-arbeitungen Veränderungen erlitten hatte, nicht in die Schriftender Akademie konnte aufgenommen werden. Jetzt erscheint esauf Veranlassung und mit Unterstützung der Akademie beson-ders gedruckt. Die Einleitung erörtert den Begriff der Runen;der erste von den beiden Hauptabschnitten stellt das runischeAlphabet dar, der zweite zählt die Runendenkmäler auf underklärt sie. Hr. Liljegren, dessen Thätigkeit für das nordischeAlterthum wir schon früher in diesen Blättern (1826. St. 37[oben S. 376379]) rühmend anerkannt, hat mit Fleiss undSorgfalt seine Aufgabe gelöst, auch nicht versäumt, die zumVerständnis nöthigen Denkmäler auf den hinzugegebenen Tafelnabbilden zu lassen. Neue Forschungen und Entdeckungen darfman hier nicht suchen, eine belebtere Darstellung, freiere Auf-fassung und etwas mehr Kritik hätten wir gewünscht, indessenwird jeder, der sich mit diesem Gegenstande beschäftigt, diesesneue Hilfsmittel dankbar zur Hand nehmen, welches schonseines praktischen Nutzens wegen keiner besonderen Empfehlungbedarf. ' Wahrscheinlich ist das vorliegende Exemplar das ein-zige, welches bis jetzt aus Schweden herübergekommen ist;