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2 (1882)
Seite
438
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438 LE PANTCHA-TANTRA PAR J. A. DUBOIS.

Auf diese günstige Nachricht wagen sie endlich, jedoch nur,wie der Meister vorsichtig empfiehlt, unter tiefem Schweigen,um den Schlaf nicht zu stören, hindurchzugehen. An dieAbderiten denkt hier jeder, aber wem die deutsche Sage nichtfremd ist, der wird sich an die Bürger von Schiida und, werdie Litteratur des sechzehnten Jahrhunderts kennt, an das Laien-buch und seine meisterhafte Darstellung einer solchen selbst-zufriedenen, glückseligen Albernheit erinnern. Es ist in der760 That unserem indischen Gedicht nicht bloss verwandt, sondernes beruht völlig auf derselben Grundlage, und so verschiedendie Ausführung der Idee hier ist, so kommen doch auch mehroder minder übereinstimmende Züge vor, z. B. der eine SchülerParamartas setzt sich auf den Ast, den er abhauen will, undwundert sich, als er mit herabfällt. Auch die wohlgefälligeBreite der Darstellung ist dieselbe. Allein Rec. ist im Stande,ein noch viel höher hinaufgehendes Alter der deutschen Sagenachzuweisen. Freidank, der im Jahr 1229 sein gnomologischesWerk beendigte, spielt ohne Zweifel darauf an, wenn er sagt:wisiu wort unt tumbiu werc, diu habent die von Gouchesberc,womit der Inhalt der Sage vollkommen bezeichnet wird. Alsoein abermaliges Beispiel von dem Alter und der Gemeinschaftder Sage bei den verschiedensten Völkern; es versteht sich da-bei von selbst, dass sie zu Freidanks Zeit nicht erst erfundenwurde. Nirgends aber ist sie auf persönliche Satyre angelegt,sondern verdankt der freien poetischen Lust ihr Dasein.

Die Angabe des Titels, dass die Abenteuer Paramartas hierzum ersten Mal übersetzt seien, ist unrichtig. Schon im Jahre1822 war in London erschienen: the adventures of the GoorooParomarton, a tale in the tamul language by- B. Babington,wovon der französische Übersetzer billigerweise hätte Kenntnis

haben sollen.

[anonym.!