LE PANTCHA-TANTRA PAR J. A. DUBOIS. 435
Verf. ernstlich daran denkt, eine neue Ausgabe des Saxo zubesorgen, wozu er gegenwärtiges Werk als eine Vorarbeit be-trachtet. Der Commentar, der sie begleiten wird, soll für unsereZeit das sein, was Stephanius der seinigen gewährte. SchonDahlmann hatte das Bedürfnis einer solchen Ausgabe auseinander-gesetzt; da keine Handschrift mehr existirt, so muss die princepsAscensiana zu Grund gelegt werden; Klotz hatte sogar dieDruckfehler aus Stephanius beibehalten. Möge es dem Verf.,dem nach Munters Tode der Bischofstuhl von Seeland zu Theilgeworden ist, nicht an der Müsse fehlen, die nöthig ist, einsolches Unternehmen zu Ende zu führen. Zu den grossen Ver-diensten, die sich Herr P. E. Müller um die nordische Vorzeit 728bereits erworben hat, wird sich ein neues gesellen, das diedeutschen Alterthumsforscher ebenso bereitwillig und dankbaranerkennen werden. [anonym.]
LE PANTCHA-TANTRA, im
ou les cinq ruses, fables du Brahme Vieknou-Sarma; aventures de Paramarta
et autres contes, le tout traduit pour la premiere fois sur les originaux indiens:
par M. Fabbe J. A. Dubois. Paris, bei J. S. Merlin, 1826. 415 S. in 8.
Göttingiscke gelehrte Anzeigen. Bd II, 76. Stück, den 12. Mai 1832.
S. 756—760.
JL/er durch sein Werk über die Sitten und Gebräucheder Indier bekannte Verfasser erfüllt ein dort gegebenes Ver-sprechen, indem er eine Sammlung von Fabeln und Erzählungen,wie sie noch heutzutage unter den Indiern umgehen, und dieer aus drei in verschiedenen Mundarten abgefassten Originalenübersetzt hat, mittheilt. Die erste Abtheilung, le Pantcha-Tantra,d. h. die fünf Listen, nimmt den grössten Raum ein und ent-hält nichts Anderes,- als eine Übertragung oder vielmehr er-weiternde Überarbeitung der alten und berühmten, unter demNamen Hitopadesa bekannten Fabelsammlung in Sanskrit, dienach der Meinung des Verfassers in der Absicht unternommenworden ist, um dem Volke, welches kein Sanskrit versteht, dasBuch zugänglich zu machen; denn diese Fabeln gehören zu
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