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2 (1882)
Seite
415
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NORSKE MINDESMAERKER AF L. D. KLÜWER. 415

dem Rec. sehr bedenklich; wer z. B. würde das Grab, das dieSage dem Wittich, Wielands Sohn, [zuschreibt], für das wirklicheGrab des Helden, der freilich schon sehr früh in der Dichtungvorkommt, ernstlich zu halten und es in das 5. Jahrhundert zusetzen den Muth haben? Demungeachtet bleibt der Versuch ver-dienstlich, weil er diesen schwierigen Gegenstand wenigstens an-zurühren wagt und ohne Zweifel zu weiteren Untersuchungenreizen wird. Schliesslich empfiehlt Rec. nochmals den deutschenAlterthumsforschern dieses Werk, welche ähnliche Denkmälerder deutschen Vorzeit zum Gegenstand ihrer Untersuchungen ge-macht haben, und warnt nur, die Vermuthungen des Verf.nicht zur Grundlage noch gewagterer Behauptungen und leerer

Phantasieen zu missbrauchen.

[anonym.]

NORSKE MINDESMAERKER, is.39

aftegnede paa en Reise igjennem en Deel af det Nordenfjeldske, og beskrevne

af Lorentz Diderieh Klüwer. Udgivne af det kongelige Norske Widenskabers

Selskab i Trondhjem. Med 35 Steentryk. Christiania. Trykt i det Wulfs-

bergske Bogtrykkerie, af R. Hviid. 1823. 152 Seiten in Quart.

Göttingisehe gelehrte Anzeigen. Bd III, 184. Stück, den 14. November 1829.

S. 18391840.

JL/ieses Werk kann als ein Anhang des vorhergehenden i8iobetrachtet werden. Die Beschreibung der norwegischen Alter-thümer ist umständlich, die Zeichnungen, wie aus allem hervor-geht, sind höchst sorgfältig und genau, und sollte eine solcheAusführlichkeit nicht überall möglich oder auch nur wünschens-werth sein, so verdient sie doch hier Lob und erhöht den Werthder Arbeit. Zu dem Merkwürdigsten gehört ein neuentdeckterRunenstein (Taf. 12), schwer zu lesen und ebenso schwer zu er-klären. Finn Magnussen findet darin eine Anrede an einen Berg-geist und Beziehung auf den Glauben, dass neun Ellen tief unterder Erde ein Schatz liege. Diese Deutung ist scharfsinnig, wennauch nicht gewiss. Sodann werden hier (Taf. 10 und 29) die beidenschon früher verkündigten Steine mit angelsächsischen Runen be-kannt gemacht, die, wovon sonst kein Beispiel vorhanden ist,