SAMLINGAR FÜR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG. 4] 3
Kreuzes (Halfkorsgrafvar), dann folgen Stammhügel (ätthogar),welche indessen auch aus der spätesten heidnischen Zeit seinkönnen, also zu den ältesten und jüngsten Denkmälern dieserArt gehören; sie sind sehr häufig und noch jetzt zu tausendenvorhanden. Die grössten können dreihundert Ellen im Umkreis 183thaben und dreissig Ellen Höhe, sie sind fast immer rund undvon Erde aufgeworfen. Die kleinsten heissen ättkullar, bestehenaus Erde, Stein oder Gries und haben eine Höhe von 1 bis3 Ellen und 3 bis 6 Ellen im Umfang. Zu den äusseren Be-standteilen eines vollständigen Stammhügels gehört: 1) derStammfelsen (ätthäll) oder Bautastein, auf der Spitze des Hügelserrichtet, 2) das Diadem, ganz oben auf den Hügel gestellteSteine, 3) die Krone, ein Kreis von Bautasteinen, welcher denobersten Theil des Hügels umgibt, 4) der Gürtel, ein solcherSteinkreis in der Mitte, 5) die Fusskette, ein solches am Fussdes Hügels. Ein Grabaltar findet sich manchmal auch amFusse des Hügels, auf welchem zu Ehren des Todten Opfergebracht wurden. Endlich 6) die Einfriedigung, eine Stein-setzung, die den Hügel umgibt. Die inneren Bestandtheileeines Grabhügels sind folgende: 1) der innere Steinhaufen, dervier Ellen von der Spitze des Hügels anfängt und in dessenMitte sich 2) der Behälter befindet, worin die Urne steht.Diese ist in der Regel von Thon, manchmal von Kupfer, Eisen,Holz, in höchst seltenen Fällen von Gold und Krystall. Siehat einen Deckel von gleicher Art, oder statt dessen Hegt einflacher Stein darauf, oder sie ist auch unbedeckt. In der Urnefindet man Asche, verbrannte Knochen, manchmal Perlen, Bern-stein, Weihrauch, Steinmesser, Stücke von Kupfer oder Eisen,Schmuck und dergl. In einigen Gräbern hat man zwei überdie Urnen kreuzweis gelegte Steinmesser gefunden. Aschen-behälter und Urne weisen auf einen Zeitraum, der mit Odinbeginnt und etwa mit dem 7. Jahrhundert endigt. Hügel mitunverbrannten Leichen können bis zum 11. Jahrhundert herab-gehen, aber möglicherweise bis zum 1. Jahrhundert hinauf, inder Regel jedoch sind sie jünger, als die mit verbrannten 1838Leichen. Zu den unverbrannten gehört eigentlich 3) die Stein-kiste, die länglich ist, viereckig und an allen Seiten eben. Der