Druckschrift 
2 (1882)
Seite
404
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404 SAMLINGAR FÖK NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG.

Türken (Tiraka) bekämpften. Es ist die Schlacht bei Akre imJahre 1190 gemeint, woran, wie man weiss, mehrere Schwedennicht bloss Theil nahmen, sondern wo sie sich auch auszeichneten.Aus dem 13. Jahrhundert gibt es verschiedene Runensteine,deren Alter sich bestimmen lässt. Der Stein bei Christianstadin Schonen nennt den Erzbischof Absalon und Esbjörn Mule,jener starb 1201 (es steht hier, wahrscheinlich durch einenDruckfehler, 1204, vergl. Worm monim. Dan. p. 172) und dieser1232, und früher kann die Inschrift nicht verfertigt sein. Runenauf der Glocke zu Saleby in Westgothland geben das Jahr 1228,1826 auf der Glocke zu Burseryd in Smäland das Jahr 1238 an.Aus diesem Jahrhundert ist auch ein kupferner Löwe aus Island,zwölf Zoll lang, ebenso hoch, auf dessen Kopf sich eine Öffnungund in dessen Zunge sich zwei Löcher befinden, um darausWasser zu spritzen. Er hat als Gefäss für Weihwasser ge-dient, und die Runen auf der Brust enthalten, dass Thorwald(Einar Thorwaldsson) und Thordis diesen Löwen Gott und demheiligen Olof zu Ehren schenkten. Er hat der Wassfjords-kirche in Island gehört, welche dem heiligen Olof geweiht war.Dieser Thorwaldsson besass Wassfjord und ward 1224 mit derThordis, einer Tochter des berühmten Snorre Sturleson, ver-heirathet. Der jüngste Runenstein ist wohl der Aspöstein amMälar vom Jahre 1330; darauf der Ausdruck gjarva sentier,welches wahrscheinlich das französische Wort ist; auch findetsich in der Nähe wirklich ein Fusssteig. Zwar findet mannoch spätere Runeninschriften auf Grabsteinen, die in Kirch-höfen von Gothland liegen, z. B. vom Jahr 1444 und 1449,indessen gehören diese nicht zu den eigentlichen Runensteinen,welche von dem ersten Anfange bis zu dem letzten Gebrauchetwa vier Jahrhunderte (9501350) lang üblich waren. Schonim 11. Jahrhundert begann die sogenannte Mönchsschrift, undspäterhin gebrauchte man sie zugleich mit den Runen. Einesolche doppelte Inschrift sieht man z. B. auf einem Sarkophag,von dem Kirchhof der Botkyrka in Südermannland nach Stock-holm gebracht. Ein Runenstein, der unbezweifelt in die heid-nische Zeit gehörte, würde freilich ein merkwürdiger Fund sein.Es müsste darin von Personen die Rede sein, die vor oder