Druckschrift 
2 (1882)
Seite
403
Einzelbild herunterladen
 

SAMLINGAR FÜR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG. 403

Hammer verglichen werden, man weiss aber nichts davon, dassdie Heiden das Hammerzeichen als ein beschützendes angesehen,am allerwenigsten bei den Todten, die mit Odin, aber nichtmit Thor in Verbindung kamen. Die Grabhügel von Gormdem Alten und seiner Gemahlin Tyra Danabot in Jütland ge-hören ohne Zweifel zu den letzten aus der heidnischen Zeit,dagegen enthalten die darauf gesetzten Bautasteine, auf welcheHarald Blätand zum Andenken an seine Voreltern eine Inschrift 1824hauen liess, die älteste Runeninschrift, wenigstens die älteste,deren Zeit man bestimmen kann, denn sie fällt in den Schlussdes 9. Jahrhunderts, gehört indessen zu den unbezweifelt christ-lichen Denkmälern. Frösöstein in Jämtland (Bautil 1112) kannals einer der ältesten betrachtet werden, denn er spricht voneinem Gudfastsson aus Osten, der Jämtland bekehrte. Vonhohem Alter ist der Edsvärastein in Westgothland, worauf voneinem tapferen Jüngling die Rede ist, welcher zog: västrvägumi vikingu, und ein anderer in Südermannland, worauf steht,dass er auf einem Dingplatze zum Andenken an einen Wächterder Weststrasse sei gesetzt worden. Merkenswerth ist, dassder genannte Dinghügel sich ganz in der Nähe befindet undbeide Steine keine Spur der christlichen Zeit enthalten; gleich-wohl kann man sie nicht weiter zurücksetzen, als etwa in dasJahr 1000. Aus dieser Zeit sind auch die vorhin erwähntenSteine, welche der Wikingsfahrten gedenken. Ein isländischerStein nennt Kjartan Olofson in Borg, der ein bekannter Mannwar und um das Jahr 1003 lebte. Nach Celsius Berechnunglebten die berühmtesten Uppländischen Runenhauer, die mankennt, Ubbe und Bale, am Schlüsse des 9., dagegen nach Broc-mann im 11. Jahrhundert. Nimmt man ein Mittel an, so fallensie in das 10. Jahrhundert; so viel ist gewiss, sie waren Christen.Der Karlevistein in Öland, für Sibbe Udsson errichtet, ist wahr-scheinlich ein Denkstein auf des dänischen König Erik EjegodsKriegszug nach Öland am Schlüsse des 10. Jahrhunderts.

Aus dem 12. Jahrhundert gibt es viele Runensteine. Einer 1825darunter verdient ausgezeichnet zu werden: Atark, ein Christ,errichtete diesen Stein für Thora seine Ehefrau. Sie starb inAkit (Akre), während wir alle, auch die geliebte Frau, die

26*