402 SAMLTNGAR FÖR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG.
Runenzeichen, als jedermann im Lande bekannt, dazu gebraucht.Leicht möglich, dass man die aus heidnischer Zeit ruhrendenBautasteine vorzugsweise wählte, um darauf die Runen einzu-hauen. Nach dem Verf. (der darin den dänischen Gelehrtenwiderspricht) findet man keinen einzigen Runenstein, von demzu erweisen stände, dass er von einem Heiden sei errichtetworden oder vor dem Christenthum, welches um das Jahr 830zuerst in Schweden gepredigt und, nachdem es immer mehrAnhänger gewonnen, im Jahre 1008 von dem schwedischenKönige angenommen wurde. Die Runensteine entstanden inder ersten christlichen Zeit, als die neue Lehre mit der altengemischt um die Herrschaft kämpfte, und ihre Periode geht mitdem 12. Jahrhundert zu Ende. Höchst selten sind die Personenbekannt, deren Andenken der Runenstein bewahren soll. EinBeispiel ist der Erzbischof Absalon, der auf einem Stein in1823 Schonen vorkommt. Zufällig können die alten Wäringer oderGriechenlandsfahrer genannt sein, die aus Schweden haupt-sächlich um das Jahr 1070 dorthin zogen. Reisen nach AVestenwerden gleichfalls erwähnt, die sich auf die Wikingsfahrtenbeziehen; diese fiengen im 8. Jahrhundert von Norwegen undDänemark aus an und kamen in dem folgenden Jahrhundertin vollen Gang, wo auch Schweden bedeutenden Antheil nahm.Ein Uppländischer Runenstein gedenkt der Pilgerfahrt einer Fraunach Jerusalem. Christliche Gesinnung beweisen folgende Aus-drücke: Christus, Gottes Mutter, Jesus, Gott helfe seiner Seeleund seinem Geist, Himmelreich, Pater noster, Brücke bauenfür seine Seele (denn man gab es bei dem Volk für ein dieSeligkeit verdienendes Werk aus, Brücken zu bauen), er starbin weissen Gewändern, womit nämlich die weissen Taufkleidergemeint sind, welche man bewahrte, um die Bekehrten beiihrem Tode hinein zu kleiden. Auf einem Runenstein in Lalandwird St. Michael genannt. — Figuren verrathen bisweilen dasAlter eines Denkmals. Auf einem Uppländischen Runenstein(Bautil 558) sieht man einen Kirchendiener, der die Glocke läutet.Das häufig vorkommende Kreuz ist um so gewisser das christ-liche, als es sich auf einer Menge unbezweifelt christlicherSteine befindet. Zwar kann es der Gestalt nach mit Thors