Druckschrift 
2 (1882)
Seite
401
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SAMLINGAR FÜR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG. 401

hätte in einem solchen Buch nicht sollen wiederholt werden.Das älteste Document auf Lumpenpapier, das man kennt, istvom Jahre 1445, die Buchdruckerkunst wurde 1482 von StenSture dem Alteren in Schweden eingeführt.

Zweite Klasse: Inschriften mit Eunen und imMönchsstil. Rec. übergeht, was über die Abstammung derRunen aus dem phönicischen Alphabet gesagt wird, ebenso diedurchgeführte Vergleichung der einzelnen Zeichen; man findetsie in Brynjulfsens Schrift vollständiger. Rec. mag auch nichtgern einen Streit berühren, der das Schicksal hat, fast immermit einer Art Heftigkeit und Bitterkeit geführt zu werden. Ersieht in der Angabe, dass Odin die Runen in den Norden ge-bracht habe, schon deshalb keine historische Wahrheit, weil erden Odin für keine historische Person hält, er bezweifelt auchnicht den Zusammenhang und die Verwandtschaft der Runenmit dem griechisch-lateinischen Alphabet, aber er kann nichtglauben, dass das runische Alphabet ohne alle Selbstständigkeitnichts als eine Anhäufung entstellter lateinischer Buchstabensei, denn das müsste bewiesen werden, geschieht aber nicht,wenn man aus der unendlichen Menge lateinischer Inschriften «ähnliche Zeichen einzeln heraussucht, was durchaus nicht schwersein kann. Eine solche Zusammenstellung blendet nur bei demersten Anblick, wer erklärt aber den Zufall, dass diese un-1822gewöhnlichen, zerstreuten Zeichen sich gerade in dem Runen-alphabet versammeln und obendrein festsetzen mussten, so dassdas Gewöhnliche dort gar nicht zum Vorschein kam? Das Alterder Runenschrift beweist die bekannte Stelle des VenantiusFortunatus unwidersprechlich, und sie kann nur durch künst-liche Verdrehung entfernt werden. Die Frage, wann die Runennach Skandinavien gekommen seien, wird hier mit Recht alseine solche betrachtet, die nicht mit Sicherheit könne beant-wortet werden. Ganz anders verhält es sich mit der Fragenach dem Alter der mit Runen beschriebenen Steine. Hr. Sjö-borg ist der Meinung, dass sie als eine Nachahmung der In-schriften auf Gräbern bei den Römern und anderen Völkernentstanden seien; man habe eingesehen, dass die Schrift längerals ein blosser Bautastein das Andenken bewahre, und die

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