400 SAMLINGAR FÖR NORDENS FORNÄLSKARE AF N. H. SJÖBORG.
rum von H. S. Collin und C. J. Schlyter erschienen, welcher1820 das westgotliische Gesetzbuch enthält. Die alten Reim-chroniken verdienen Berücksichtigung und sind in einigenTheilen glaubwürdig. Es entsteht dabei die Frage nicht nacheinem, sondern nach mehreren Verfassern, welche zu verschie-denen Zeiten geschrieben haben, wenigstens lässt sich das Zeit-alter des letzten, der daran gearbeitet hat, bestimmen, wennman annimmt, dass er unter der Regierung des Königs gelebthat, die zuletzt beschrieben wird. Die kürzere Reimchronikenthält die Geschichte von 62 Königen, beginnt mit Erich, derfür einen Sohn Odins Heimdaller ausgegeben wird, und schliesstmit Karl Knutson. Die grössere hebt an mit einem Lobliedeauf Schwedens Herrlichkeit und beschreibt dann die Thatenvon 22 Königen, Erich Läspe (Stammler) macht den Anfang,Christian Tyrann, der hier Christiern Klipping heisst, denSchluss. Eine wichtige Sammlung von Urkunden aus demMittelalter, königliche Briefe, Verträge, Lehnbriefe und dergl.enthalten die Handlingar rörande Skandinaviens Historia, wo-von der erste Theil im Jahre 1816 erschien und die gegen-wärtig von einer Gesellschaft in Stockholm fortgesetzt wird.Das beigefügte Verzeichnis der bereits gedruckten Urkundenin chronologischer Ordnung ist von Fant trefflich und voll-ständig, ausgearbeitet, und es wäre ein grosser Verlust, wennes nicht fortgesetzt würde. Urkunden, die sich auf kirch-liche Angelegenheiten vor der Reformation beziehen,päpstliche Bullen, Concilienschlüsse, Ritualen, Legenden, findetman in Er. Benzelii monum. veteris eccles. Sveog. Die aus2200 Bänden bestehende Sammlung des Bischofs Nordin besitztgegenwärtig die Universitätsbibliothek zu Upsala. Fant hateinen Plan zur Herausgabe der Urkunden gemacht, aber von1821 seinen scriptores rerum suecicarum ist nur der erste Band er-schienen. — Unter den allgemeinen paläographischen Bemer-kungen, welche diesen Abschnitt schliessen, hat Rec. sich ge-wundert, die Behauptung zu finden, dass die beiden Gesetz-bücher Wigars flockar und ' Lumbs lag wahrscheinlich aufhölzerne Tafeln mit Runen seien eingeschnitten worden. DieserEinfall Burmanns, für den sich nicht der geringste Beweis findet,