396 EDDA SAEMUNDAR III.
155 7 EDDA SAEMUNDAR HINS FRODA.
Edda rhythmica seu antiquior vulgo Saemundina diota. Pars III. continenscarmina Völuspä, Hävamal et Rigsmal. ex codice bibliothe,cae regiae Hafniensispergameno, necnon diversis legati Arnaemagnaeani et aliorum membraneischartaeeisque melioris notae manuscriptis. cum interpretatione latina, lectioni-bus variis, notis, glossario etc. accedit locupletissimum priseorum borealiumtheosophiae, mythologiae lexieon addito denique eorundem gentili calendario,jam primum indagato ae exposito. Hafniae. Sumtibus legati Arnaemagnaeaniet librariae Gyldendalianae. 1828. 1146 S. in 4.
Gottingische gelehrte Anzeigen. Bd III, 156. Stück, den 26. September 1829.
S. 1557 — 1559.*)
_Cmdlich ist mit vorliegendem dritten Bande, der demzweiten im Jahr 1817 herausgekommenen schneller gefolgt ist, alsdieser dem ersten, welcher 1787 erschien, die grosse Ausgabeder alten Edda vollendet. Ein Werk, das die dänische Litte-ratur ehrt und in Verbindung mit der den blossen Text in einereigenthümlichen Recension liefernden Handausgabe von Raskkeinen billigen Wunsch unerfüllt lässt. Ref. begnügt sich dieErscheinung dieses Bandes mit der Versicherung anzuzeigen,dass er ganz in dem Geiste des vorigen ausgearbeitet ist. Auchvon dem Werthe dieser ältesten Denkmäler der nordischenVorzeit, die mit der deutschen so vieles gemeinschaftlich hatte,braucht nicht die Rede zu sein, er wird von niemand, der indie Sache selbst Einsicht hat, bezweifelt. Möchten nun dieendlich gehobenen Schätze, so wie sie es verdienen, benutztwerden! Wir meinen, mit gesunder Kritik, ohne künstliche
1558 Zweifelsucht, mit Anerkennung des lebendigen und höchst eigen-thümlichen Geistes des Alterthums, der hier glücklich erhaltenist und unverkennbar zu uns spricht, aber ohne Träumereienüber einen geheimen und verborgenen Sinn, welche dann amverderblichsten wirken, wenn sie nicht zugleich abgeschmacktund lächerlich sind. Es bleibt des Bedeutenden und Geheimnis-vollen noch genug neben dem Klaren und Verständlichen zurück,an dessen Erklärung sich der Scharfsinn üben kann.
*) [Vgl. hierzu die Anzeige des zweiten Theils = oben S. 250—265.]