NORDISKA FORNLEMNINGAK AF LILJEGEEEN OCH BRUNIUS. 379
nung unerwartetes Licht erhalten. Entweder man besass keinenechten Hammer oder wollte ihn nicht gern verlieren, und da :i65man sich scheute, die herkömmliche Sitte zu verletzen, so legteman ein blosses Bild davon zu der Urne des Todten.
Aus der heidnischen Zeit mögen diese Hämmer von Lehmsein, gleichwohl scheinen sie mir verhältnismässig nicht sehralt. Sorgfältige Beachtung der Sitten und Ceremonieen geht derVernachlässigung derselben voran, und in den Hünenbetten,welche die ältesten Gräber zu sein scheinen, findet man dieschönsten Waffen, die in ihrer Zeit ohne Zweifel von demhöchsten Werth waren. Als man dieser plumpen, roh geformten,an sich widersinnigen Nachbildungen sich bediente, war dieAchtung vor der Feierlichkeit des Begräbnisses schon sehr ver-mindert, und während man früher alles Kostbare, was der Todtebesessen hatte, mit ihm verschwinden liess, hat man späterhinimmer mehr davon zurückbehalten, und am Ende sollte einblosser Schein genügen.
Doch das ist nur Eine Vermuthung, auf weitere will ichmich nicht einlassen, da es bei Gegenständen dieser Art ebenso leicht ist, eine nach der anderen aufzubringen, als schwer,eine einzige zu beweisen. Ich wollte nur diese seltsame Er-scheinung, von der ich wenigstens kein anderes Beispiel weiss,sogleich bekannt machen, weil gerade eben jetzt zu Nachfor-schungen über die Grabhügel Veranlassung gegeben ist.
Ich merke bei dieser Gelegenheit an, dass bei keinemDichter des Mittelalters, so weit ich sie kenne, eine Anspielungauf diese Denkmäler vorkommt; der Zufall wird doch damals,so gut wie jetzt, dann und wann eine Urne an den Tag ge-bracht haben, denn des Begräbnisses, des Sarges gedenken sie.
Vridanc sagt:
ein hus von siben vuezen,da kan man suhte buezen;der vrithof ist ein saelic wirt,dem manic gast zeteile wirt.Und ganz ähnlich, so dass man sieht, es ist sprichwörtliche 366Redensart, ein Minnesänger (I, 98 b ):
unt enwirt mir danne niht wan siben vueze lanc.
Willi. Grimm.