Druckschrift 
2 (1882)
Seite
378
Einzelbild herunterladen
 

378 NORDISKA FORNLEMNINGAR AF LILJEGREEN OCH BRUNIUS.

ich in dem Anhange zu der Schrift über deutsche Runengegeben. Seitdem sind südöstlich bei Cassel auf dem soge-nannten Forst bei zufälliger Aufgrabung des flachen Bodensgleichfalls Scherben einer zerbrochenen Urne und zwar ingeringer Tiefe zum Vorschein gekommen. Merkenswerther istein anderer Fund. Durch die Güte des Herrn von Schwertzellerhalte ich eben aus einem bei Willingshausen geöffneten Hügeleinen Hammer, welcher folgende Gestalt hat:

364

4 Zoll lang und unten 2^2 Zoll breit ist. Dergleichen hat man-siebene bei eben so viel Urnen gefunden. Nähere Umständekann ich nicht angeben. Das an dem spitzen Ende flach ein-gedrückte Kreuz habe ich sonst noch nicht bemerkt, und eskönnte eben so wohl bedeutend, als ein blosser Zierat sein,das Letztere ist insofern wahrscheinlicher, als es sich nicht aufallen befindet. Aber, und das ist das Auffallendste, dieser Ham-mer besteht nicht aus Stein oder etwa einer harten Masse,sondern aus blossem, an der Luft getrocknetem, durch Wasserauflösbarem, feinem Lehm oder Letten. Gebraucht ist erniemals worden, weder als Waffe noch als Geräth, davon über-zeugt man sich leicht, denn nicht nur ist die Öffnung so enge,dass sich höchstens die' Spitze eines kleinen Fingers hinein-zwängen lässt und der Stiel nur aus einem Stäbchen hättebestehen können, sondern er würde auch bei dem geringstenWiderstände in tausend Stücke zersprungen und selbst füreinen hölzernen Pflock zu kraftlos gewesen sein.

So viel, glaube ich, darf man mit einiger Gewissheitschliessen: er repräsentirt nur einen Hammer, und der Um-stand, dass man sonst, namentlich in nordischen Gräbern, Stein--waffen und Hämmer gefunden hat, deren Tauglichkeit zu wirk-lichem Gebrauch aus verschiedenen Gründen zweifelhaft ist,z. B. weil sie zu klein sind, könnte durch diese neue Erschei-