THE POPULÄR SüPERSTITIONS OF SCOTLAND. 375
Wind unter seinen Fusssohlen herstreichen kann; seine Stimmeklingt aber dumpf, als komme sie aus dem Grabe. — Die zweiteAbhandlung über die Elfen ist nicht weniger reichhaltig und55vielleicht die werthvollste. Sie stellt den Glauben an dieseWesen, wenn auch in seltsamer und gesuchter Ordnung, dochmit grosser Vollständigkeit dar, und das muss für den Mangel«iner natürlichen und lebendigen Erzählung der an sich mannig-faltigen Sagen entschädigen. Grosse Übereinstimmung zeigtsich, wie zu erwarten, zwischen den irischen und schottischenElfen, und nimmt man dazu, was dänische und schwedischeWerke über diesen Gegenstand enthalten, so kann man zueiner ziemlich klaren Einsicht über diesen Glauben gelangen. —Dann folgen kleine Abschnitte über einzelne Geister: Brownies,Waterkelpies, Spunkies. Hierauf ein grösserer über Zaubereiund Hexenwesen. Man sieht durch, wie ein milderer Glaube«ntstellt worden ist und eine an sich gute Absicht erst einReich des Teufels gestiftet hat, das ursprünglich nicht vorhandenwar. Das Entsetzliche, das sich daraus aller Orten entwickelte,zeigt sich auch hier in der rührenden Sage von einem unschul-digen Kinde, das sein Vater durch einen gewaltsamen Tod vondem ewigen Verderben glaubt retten zu müssen. — Denletzten Abschnitt über Sitte und Gebräuche an feierlichenTagen nehmen wir gleichfalls dankbar an, wiewohl er uns-weniger reichhaltig als die vorigen scheint. Merkwürdig, dassvon den Hochländern zu Weihnachten das hölzerne Bild eineralten Frau in das Feuer geworfen wird, ohne Zweifel in dem-selben Sinne, in welchem man in Deutschland hier und da amLätare-Sonntag den Tod in einem Strohbild ins Wasser wirftoder in Spanien die allerälteste Frau entzwei sägen will. Essoll damit der besiegte Winter und die neuaufsteigende Sonneangedeutet werden.
[anonym.]