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2 (1882)
Seite
347
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FÄRÖISKE QUADER, OVERSATTE AF LYNGBYE. 34.7

Beziehung vor auf ein Lied, welches Bragdar Thaat genanntwird und worin Schicksale der Gudrun und eine von ihr aus-geübte List müssen erzählt worden sein, welches aber diejetzigen Bewohner nicht mehr kennen. Wir besitzen auch kein 1428eddisches Lied darüber, aber in der Nornagestssage wird er-zählt, dass Nornagest vor Oluf Tryggvason gesungen habeGunnarsslagr und Gudrünar brögd in fornu, das alte Lied vonder List der Gudrun. Ohne Zweifel wird an beiden Ortendasselbe verlorene Lied gemeint. Wahrscheinlich ist es dem-nach, dass diese Gesänge über Sigurd schon ein Jahrtausenddurch mündliche Überlieferung sich erhalten haben, wenn auchmannigfach Inhalt und Sprache nach verändert, ein für dieGeschichte der Poesie wichtiger Satz, der ohne die abgeschie-dene Lage der Päröer schwerlich so einleuchtend sich darthunliesse.

In dem Anhang S. 480564 wird aus der Sammlung derübrigen Lieder noch eine Auswahl und dann eine Anzahl vonRefrains mitgetheilt. Diese Stücke sind sämmtlich von dich-terischem Werth, den Vorzug verdienen aber die beiden erstenvon Skrymner und Loke. Besonders das letztere ist ausge-zeichnet schön und an sich merkwürdig genug, da die dreiGötter Odin, Häner und Loke, die wir schon in der Edda inGesellschaft finden, hier gemeinschaftlich einen Riesen überlisten.Wahrscheinlich haben wir eine alte Dämisaga vor uns, dennselbst der Umstand, dass dieses Lied sonst zu singen verbotenwar, beweiset die Abstammung aus der Heidenzeit. Ein anderesBeispiel fortdauernder Erinnerungen von Loke gibt eine An-merkung in der Einleitung S. 21. Als Beilage erhalten wir vonHrn. Lyngbye, der für die Liebe und Sorgfalt, womit er diesesBuch gepflegt hat, den grössten Dank verdient, noch ein Ver-zeichnis jütländischer Wörter und eine färöische Melodie zu

Sigurds Lied.

[anonym.]