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2 (1882)
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340 FÄRÖISKE QUÄDEK, OVERSATTE AF LYNGBYE.

merkwürdigen Hochzeitsgebräuche von Hrn. Lyngbye befindetsich in Nyerups Reisejagttagelser I, 202-221.

Die Zahl der Tanzlieder ist so ansehnlich, dass in dengrösseren Bauernhöfen derselbe Gesang in einem Winter kaumwiederholt wird. Die meisten sind von sehr bedeutendem Um-fang, demohngeachtet ist auch nicht ein einziges je auf denInseln aufgezeichnet worden, sondern sie werden lediglich imGedächtnis aufbewahrt. Natürlich weiss nicht jeder alle Ge-sänge, an dem einen Ort hat man Vorliebe für diese, an demanderen für jene.

Es gibt ein schon hundertundfünfzig Jahre altes Zeugnisvon dem Dasein dieser Lieder, ihrer gedenkt nämlich Lucasl42oDebes in seiner Faeroa reserata Kopenhagen 1673. Ein nochjetzt lebender Färöbewohner, Jens Chr. S vabo, war der Erste,welcher im Jahre 1781 und 1782 einen Theil derselben auf-zeichnete. Von seiner in der Königl. Bibliothek zu Kopenhagenaufbewahrten Sammlung wird hier S. 10. 11 das Verzeichnismitgetheilt: zum Theil alte, zum Theil neuere Lieder, im Ganzen52 Stück. Im Jahre 1817 unternahm Hr. Pf. Lyngbye eineReise nach den Inseln, in der Absicht, Beiträge zu seinerHydrophytologia danica zu sammeln. Er fand Svabos Besorg-nis über den Untergang der alten Lieder ungegründet, siewaren noch so frisch im Andenken und Gebrauch, dass ernicht zweifelte, Svabos Handschrift würde sich noch jetzt ausder mündlichen Überlieferung ergänzen lassen. Bei Regen-wetter, welches botanische Excurse nicht gestattete, nahm Hr.Lyngbye aus dem Munde eines alten Mannes, der dafür Tage-lohn empfieng, die Lieder von Sigurd Fofnerstödter auf,denn diese schienen bei ganz richtigem Takt ihm besondersmerkwürdig und befanden sich nicht in der Svaboischen Samm-lung. Sie sind wie die ältesten, so den Einwohnern die liebsten,und keine werden so häufig gesungen, ja nicht selten hört manRedensarten, welche daraus in das tägliche Leben übergegangensind; z. B.Du bist nicht besser, als Reigin!" Mit einerÜbersetzung ins Dänische ausgestattet, kamen sie hernach indie Hände des Hrn. Prof. P. F. Müller, der davon bereits inder trefflichen Sagenbibliothek (II, S. 420 430) Gebrauch