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2 (1882)
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338 FÄRÖISKE QUADER, OVERSATTE AF I.YNGBYE.

unFÄRÖISKE QUADER OM SIGURD FOFNERSBANE

OG HANS AT.

Med et Anhang. Samlede og oversatte af Hans Christian Lyngbye, Sognepräst

i Gjesing. Med en Indledning af P. E. Müller, Dr. og Prof. i Thool. Udgivne

ved kgl. allernaadigst Understöttelse. Randers. Bei Elmenhof 1822. XXII S.

Vorrede und 592 S. in Octav.

Göttingisehe gelehrte Anzeigen. Bd III, 143. Stück, den 4. September 1824.

S. 14171428.

Zwischen dem 61. und G2. Grad nördlicher Breite liegendie Färöer, von den schetländischen Inseln 45 Meilen, vonder nächsten norwegischen Küste 84 Meilen entfernt. DerMangel an Holz erlaubt nicht Schiffe zu bauen, und die geringenErzeugnisse des Landes locken keine Fremde herbei; somitleben auf 23 Quadratmeilen etwa 5000 Menschen wie in völligerAhgeschiedenheit, und an manchen Orten wird oft in Jahr-zehnten kein fremdes Gesicht erblickt.

In der Heidenzeit waren diese Inseln ein bequemer Aufent-halt für Seeräuber. Als dieser Erwerbzweig in Abnahme gerieth,blieb Viehzucht und Fischerei das Wichtigste, denn Kornbauwar immer unbedeutend. Unter einem warmen Himmel trennen1418 diese Beschäftigungen die Menschen, hier, wo es so kalt ist,dass an einigen Orten der Schnee manchmal den ganzen Som-mer über nicht völlig wegthaut, sind sie ein Mittel der Ver-einigung. Seefischerei kann so hoch im Norden, wenn sieVortheil bringen soll, nur in Gesellschaft getrieben werden;Viehzucht leitet zum Ackerbau, denn um hinlänglich Futter zuschaffen, muss das Land sorgfältig bebaut, das Heu in Scheuneneingesammelt werden. Die Schafe, welche den grössten Reich-thum der Bewohner ausmachen (daher ohne Zweifel der NameFäröer, Schafinseln) suchen sich selbst im Winter wie imSommer ihre Nahrung; aber die Verarbeitung der Wolle zuKleidungsstücken beschäftigt die Bewohner in den Winter-monaten und hält sie in den Häusern, wo ganze Familien inden Rauchstuben oder den allgemeinen Arbeitsstuben vereinigt