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2 (1882)
Seite
317
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WESTENDORP, HUNEBEDDEN. 317

Einwurf nicht genügend scheint, weil sich doch einmal ein Bei-spiel von Metallwaffen würde gezeigt haben, so wird er doch vonHrn. Westendorp zu schnell und hart abgewiesen; wahrschein-lich kennt er des fein und scharf blickenden Sk. Th. ThorlaciusAbhandlung, die er anführt, weiter nicht, sonst würde er ein-gesehen haben, dass sie eine genaue Widerlegung wohl verdient.Viele in den nordischen Gräbern gefundene Steinwaffeh konntenweder im Kampf noch beim Opfer gebraucht werden; das istwenigstens Thatsache. 6. Als letzter Stützpunkt dient die grosseÄhnlichkeit der Steinwaffen mit denen der wilden Völker andererWelttbeile; so merkwürdig dieser Umstand an sich ist, so führter doch zu sehr ins "Weite, wenn der Verf. fragt: wird mannicht genöthigt anzunehmen, dass man dergleichen Waffen da-mals gebrauchte, als die Väter aller dieser Völker noch in Asienlebten? haben sie diese Kunst nicht mit aus der Wiege gebracht?Diese Ähnlichkeit müsste erst genau untersucht und davon ab-gezogen werden, was sich ohne Überlieferung aus der Naturder Sache selbst ergibt; ein Hammer scheint in seiner erstenund rohen Form überall sich gleichen zu müssen.

Nachdem der Verf. bis dahin sich den Weg gebahnt, glaubter das Volk nennen zu dürfen, welchem nach seiner Meinungdie Hünenbetten allein müssen zugeschrieben werden. Es sind,wie zu erwarten stand, die Celten, die einzigen, die bis jetztnoch nicht vorgeführt waren. Hierin folgt er der gewöhnlichen,sich leicht darbietenden Meinung, weil in den anerkanntenSitzen der Celten, zwischen der Seine und Garonne in Frank-reich und in den brittischen Inseln, die meisten Hünenbettengefunden werden. Es ist aber zu erklären, wie diese Monu-mente in Gegenden kommen, welche nach bisheriger Ansicht 704niemals von Celten bewohnt wurden, also in das nördlicheDeutschland und noch weiter hinauf in den skandinavischenNorden. Deshalb entwickelt der Verf. (S. 202309) eine neueHypothese. Neben den Liguriern oder römischen Galliernnimmt er als einen besonderen Volksstamm die Celten an,welche das ganze westliche Europa vom Süden bis zum Nordenbewohnt hätten. Von Cadix an 'durch Pörtugall und dannnach Unterbrechung durch die Cantabrier wieder von der Ga-