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2 (1882)
Seite
314
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314 WESTENDORP, HUNEBEDDEN.

Sonne erklärt. Die Höhe von dem Deckstein bis auf denGrund ist nach einer festen Regel zu bestimmen; fügt mannämlich noch den Raum von dem Grunde bis zu dem unterstenSteinboden hinzu, so erhält man gerade Menschenhöhe.

Die zweite Abtheilung des Buchs (S. 109156) beschäftigt«ich lediglich damit, die Völker nach der Reihe vorzuführen,von welchen die Hünenbetten nicht herrühren können. Es istzugleich eine Geschichte der verschiedenen Meinungen; dennwelchem alten Volke sollte sie nicht dieser oder jener nacheinem augenblicklichen Einfall oder aus Liebhaberei an einerHypothese aufgebürdet haben! Wir begnügen uns hier,, diesenAbschnitt anzuzeigen, der an sich so sorgfältig ausgearbeitet ist,als das ganze Buch. Würde bei dieser Gelegenheit jemand zuviel Umständlichkeit und Breite überhaupt tadeln, so müsste erauch die aufgewandte Gelehrsamkeit und reiche Belesenheit,die oft da Früchte trägt, wo man sie nicht erwartet, dafikbaranerkennen.700 Regelmässig schreitet die Untersuchung in der dritten und

ausführlichsten Abtheilung weiter: nachdem die Völker sämmt-lich abgewiesen sind, welchen die Hünenbetten nicht dürfenzugeschrieben werden, so muss endlich dasjenige übrig bleiben,welchem sie in der That zugehören. Ehe dies aber genanntund sein Recht erörtert wird, sucht eine vorbereitende Ab-handlung (S. 160197) das hohe Alter der Denkmäler an sichzu begründen. Das Resultat lautet: die Hünenbetten gehörenin die allerälteste Zeit, ja in die Kinderjahre der Menschheit;sie sind von den ersten Bewohnern Europas errichtet, als sienoch abgeschieden von allen gebildeten Völkern lebten. Ref.darf hier, wo alles sorgfältig zusammengetragen, selbst ungewisseSpuren nicht übergangen sind, nur die Hauptsätze berühren,worauf jener Ausspruch ruht. Dass die Stellen der Alten, diesich hierher deuten lassen, zuerst angeführt und erläutert werden,versteht sich von selbst; am merkwürdigsten sind die bei Tacitusund Strabo (aus dem Ephorus), welche von Denkmälern reden,welche den Dolmens oder den Hünenbetten scheinen ähnlichgewesen zu sein; dabei denken beide an ein Heiligthum desHerkules. Seine Behauptung aber ferner zu begründen, führt