302 SYMBOLAE AD GEOGKAPHIAM VON WERLAUFF.
Wesen und verlangt nach besonderen Gesetzen beurtheilt zuwerden; unter einen Hut, wie man sagt, lassen sie sich nichtbringen. So viel ist gewiss, man wird den Saxo, wenn mandie altdänische Vorzeit zu untersuchen gedenkt, nicht bei Seitelegen dürfen; wer ihn aber gebrauchen will, muss ausser derUnbefangenheit und dem Scharfsinn auch die reiche Kenntnisvon den übrigen Denkmälern des nordischen Alterthums be-sitzen, die Hrn. P. E. Müller eigen ist.
[anonym.]
513 SYMBOLAE AD GEOGRAPHIAM MEDII AEVI EXMONUMENTIS ISLANDICIS SCR. E. CHR. WERLAUFF.
Göttingische gelehrte Anzeigen. Bdl, 52. Stück, den 29. März 1824. S. 513—517.
V\ ir holen noch die Anzeige eines akademischen Pro-gramms des Hrn. Prof. Erich Christian Werlauff nach, welchesbereits im Jahr 1821 erschienen ist und symbolas ad geo-graphiam medii aevi ex monumentis islandicis 61 S. in 4 enthält.Die historischen und mythisch-poetischen Werke des altenNordens sind vorzugsweise, wie sie es verdienen, bearbeitet unddurch den Druck bekannt gemacht worden; jetzt ist es wohlan der Zeit, die übrigen aufgesammelten isländischen Hand-schriften, welche anderen Wissenschaften angehören, genauerzu untersuchen, mögen sie auch von geringerem Gehalt sein.Einiges ist dort für die lateinischen Classiker und die Geschichtedes Studiums der griechischen und römischen Litteratur zuholen, reichere Ausbeute für die Theologie zu erwarten undmanches für die Geschichte der Poesie aus den isländischen Über-setzungen romantischer Dichtungen zu gewinnen, wovon uns Pf.Müllerin dem 3. Bande der Sagenbibliothek S.480—484 wenigstens
514 ein Register geliefert hat. Ein geographischer Tractat veran-lasste Hrn. Prof. Werlauff zu einer Untersuchung über dieKenntnisse des Nordens in diesem Fache. Die Geographiekonnte bei ihrer Verbindung mit der Geschichte nicht vernach-lässigt werden; wirklich finden sich auch in den historischen