280 OM SNOKROS KILDER OG TEOVÄRDIGHED.
deutlich aufgeklärt und auseinandergesetzt wurde, konnte manaus jenen Bemerkungen nicht den rechten Nutzen ziehen. Unddoch war es wichtig, für die Kritik der norwegischen Geschichteund für die Geschichte der menschlichen Bildung überhauptzu wissen, wie ein bedeutendes historisches Werk, das nichtbloss seine Zeit befriedigte, sondern auch noch in der Folgeals ausgezeichnet anerkannt wurde, entstanden war. Die nöthigeUntersuchung hat Prof. P. E. Müller vorgenommen, dem diealtnordische Litteratur schon so vieles verdankt, und die Auf-gabe mit Fleiss, Gründlichkeit und Gelehrsamkeit, kurz auf einedurchaus tüchtige Art gelöst. Diese Arbeit sollte ursprünglicheinen Abschnitt in dem dritten Bande in der so verdienstlichen,nach ihrem Werth noch nicht hinlänglich bekannten Sagen-bibliothek ausmachen, allein da dort nicht Raum genug war,so entschloss sich der Verf., sie besonders in dem Format dergrossen Ausgabe der Heimskringla herauszugeben, und BirgerThorlacius hat sie durch eine fliessende lateinische Übersetzungauch für die zugänglich gemacht, welche die dänische Sprachenicht verstehen. Nur in Copenhagen selbst konnte übrigensdiese Untersuchung angestellt werden, da sie sich vorzüglichauf die gleichzeitigen handschriftlichen Sagen von den nor-wegischen Königen, worunter die Sammlungen im Flatöbuchund in der Handschrift, Fagurskinna genannt, die hauptsäch-lichsten sind, stützen musste. Der Verf. schlägt dabei folgendenWeg ein, er nimmt die Sagen, aus welchen die Heimskringlabesteht, einzeln vor, untersucht erst die Glaubwürdigkeit ausinneren Gründen, forscht dann nach den Quellen und bestimmtdas Verhältnis derselben zu Snorres Arbeit.1563 Die Ynglinga-Saga von Cap. 14 an war schon früher vor-handen, wie aus Snorres eigenen Worten folgt, dieser hat blosseins und das andere zugefügt, namentlich aus den GesängenThiodolfs, die dort nicht wörtlich mochten angeführt sein. DieSage selbst war entstanden eben aus Thiodolfs Gedichten undanderer ausdrücklich genannten Skalden, endlich aus den Nach-trägen kenntnisreicher Männer. Die dreizehn ersten Capitel,die von der Einwanderung der Äsen handeln, sind Snorreseigene Arbeit. Sie enthalten einmal Erzählungen, die sich in