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2 (1882)
Seite
279
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OM SNOKROS KILDER OG TROVÄRDIGHED. 279

fünf Runensteine aus Ol. Worms monim. dan. wiederholt, undbei einem macht der Verf. sogar den Versuch, die Auslegungvon Worm zu bessern. Wir können versichern, dass alles, waser vorbringt, völlig grundlos ist, und wollen uns nicht mit einerWiderlegung aufhalten. Die ganze Schrift wäre ohne Nach-theil ungedruckt geblieben, in keinem Falle aber hätte der Verf.Ciceros Worte auf den Titel setzen sollen: haec studia per-

noctant nobiscum, peregrinantur, rusticantur.

[anonym.]

UNDERSÖGELSE OM SNORROS KILDER uei

OG TROVÄRDIGHED.

Disquisitio de Snorronis fontibus et auctoritate. Scripsit P. E. Müller.Latine vertit B. Thorlacius. Kopenhagen 1820. 24 S. in Folio.

Göttingisehe gelehrte Anzeigen. Bd III, 157. Stück, den 1. October 1821.

S. 15611566.

JLJie Geschichte der norwegischen Könige in der Heims-kringla des Snorre Sturleson gilt mit Recht für ein ausgezeich-netes Werk. Die Darstellung ist natürlich, dabei doch eindring-lich und lebendig und hält eine glückliche Mitte zwischen zugrosser Ausführlichkeit und trockner Allgemeinheit; die Spracheaus dem goldenen Zeitalter ist würdig und angemessen, so dassman sich, wenn man diese Geschichte liest, etwa wie bei demHerodot, den man auch insofern damit verglichen hat, immerauf irgend eine Art angezogen fühlt. Neben Snorre zu nennenist nur die der Zeitfolge nach sich anschliessende Sverres-Sagevon Carl Abt, die an Geist und Gehalt nicht nachsteht; diespäteren dagegen verfallen schon in die unfruchtbare Trocken-heit der Annalisten. Die Frage, wie Snorre sein Werk zuStande gebracht, was für Quellen und wie er sie benutzt, warbis jetzt noch nicht genügend beantwortet. Dass er Skalden- 1562gesänge, welche die Thaten der Könige überlieferten, vor sichgehabt, war, da er sie theils wörtlich, theils dem Inhalte nachanführt, gewiss; auch dass er Vorarbeiten anderer benutzt, ver-schiedentlich geschlossen, allein so lange dies Verhältnis nicht