270 OPFERSTÄTTE UND GRABHÜGEL VON DOROW.
überhaupt verschieden, manchmal sehr fein, gewöhnlich brichtder Thon schwarz oder gräulich und flimmernd, aber auch röth-lich und ganz braun oder erdfarben. Die Urnen sind entwedermit den Überresten der verbrannten Knochen angefüllt odermussten bloss als Zierde um das Grab gestellt sein, wo sie danngewöhnlich nur Erde oder Sand enthalten. 2. Waffen. Dieauf Taf. IX abgebildeten sind wohl die ältesten; Exemplare ausanderen Hügeln, die Rec. gesehen, waren diesen vollkommenähnlich und von sehr feinem Kupfer. Vielleicht ist Fig. 3 dieframea des Tacitus. Auffallend ist der Sporn in dem Hügelüber der Opferstätte, an dessen Alter und Gleichzeitigkeit nichtdarf gezweifelt werden. Der Verf. bemerkt, dass er wegenseiner langen Schenkel nur an Sandalen oder Stiefeln undSchuhen, wie sie im Mittelalter gebräuchlich gewesen, habe be-festigt werden können. Im Mittelalter war die Fussbekleidung(bei den Vornehmen), nach den Bildern in Handschriften zuurtheilen, nicht plump, sondern anschliessend; doch wozu über-haupt jene Bemerkung, da hier von der Zeit, die wir unter demMittelalter begreifen, nicht die Rede sein kann. Der Sporn istganz gewiss nicht deutschen Ursprungs, sondern war eine Beute,auch würde sich sonst der zweite dabei gefunden haben.
3. Schmuck, Zieraten, die der Verstorbene wahrscheinlichgetragen hatte. Allerlei Ringe von Bronze, oft nicht ge-schlossen, Fibeln, Armringe (Rec. sah gedrehte Ringe aus Grab-hügeln, die für den stärksten Arm zu gross waren und an demSchenkel hätten müssen getragen werden), Haarnadeln (ähn-liche werden noch jetzt am Rhein getragen, in Sachsen hatman sie ganz von derselben Form ausgegraben, wie sie Taf. Xabgebildet sind), Bernsteincorallen; beide Zieraten mögen eine
376 weibliche Leiche anzeigen. Hierher gehören auch wohl dieverschiedenartigen kleinen Bronzeverzierungen, deren Zweckman nicht einsieht. (Vergl. S. 27 und S. 15.) Man hat invielen Grabhügeln solche räthselhafte Dinge gefunden, z. B.durchbohrte, regelmässig geformte, kleine Steine, Thonkügelchen.
4. Andere Dinge, die man für schätzbar hielt. Dahinzählen wir die S. 16 beschriebene und Taf. 5 abgebildete Kanneund Schale aus Kupferblech von geschmackvoller, aber ohne