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2 (1882)
Seite
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268 OPFEESTÄTTE UND GEABHÜGEL VON DOEOW.

mit dem umher gestreuten Schmuck und Waffen gefangenerund vielleicht geopferter Römer und Gallier. Und zwar vorDrusus Zeit sei er errichtet worden, weil nachher die Machtder Römer in dieser Gegend zu stark gewesen und Opfer undPriester in das tiefere Germanien getrieben. Vielleicht bei einemVorrücken des Julius Cäsar, sagt der Verf., und der dadurchherannahenden Kriegsgefahr wurde diese Opferstätte, um siezu erhalten und zu schützen, grabhiigelmässig überschüttet, daden Römern die Gräber der Feinde heilig waren. Der Hügelauf dem Hebenkies war nach der Volkssage das Grab einesvor der Römerzeit beerdigten Fürsten und lag einsam. Manfand darin Scherben von Urnen, die sich zusammensetzen Hessenund eine besonders schöne Form mit geschmackvoller Ver-zierung zeigten. Sie sind Tafel I abgebildet. Ferner: vielAsche, verwitterte Knochen von einem Menschengerippe, die373 auf kleinen Quarzkrystallen, welche mehr oder weniger vomFeuer gelitten hatten, lagen, Knochen von der oberen undunteren Kinnlade eines Pferdes (dies Beispiel ist nicht einzig,so hat man z. B. in einem Grabhügel bei Calbe Überbleibselvon den verbrannten Knochen eines Pferdes gefunden), endlicheine Streitaxt von Serpentinstein, deren Politur noch spiegelte.Die genaue Besichtigung der Grabstätte führte auf die Ansicht,dass solche in Form eines Kessels von 7 Fuss im Durchmesserund 5 Fuss Höhe in den Erdhügel mit keilförmig gesetztenFeldsteinen erbaut war, so dass von Abend her eine horizontaleÖffnung blieb, welche zuletzt mit Steinen ausgefüllt wurde.Dann scheint auf diesem Kessel, der keine Spur von Über-wölbung zeigte, ein 7 Fuss hoher Kegel von eben solchen Feld-steinen errichtet, das Ganze aber einige Fuss dick mit Erdeüberdeckt worden zu sein, in der gleich oben eine Menge zumTheil ganz zu Grünspan gewordener Metallringe gefunden wurden.Der Verf. glaubt, dass zuerst der Kessel gebaut worden, umdarauf den Holzstoss zur Verbrennung des Todten mit Waffenund Streitross aufzuführen. Der horizontale Gang darin habeals Zugloch zur Beförderung des Brandes gedient. Die zumSchmuck um den Rand gestellten Urnen seien mit dem ver-brannten Holzstoss in den Kessel hinabgestürzt und von der