OPFERSTÄTTE UND GRABE5ÜGEL VON DOROW. 267
der Form nach rund, nur in Höhe und Umfang verschieden,von 4 Fuss Höhe und 10 Schritten Umfang bis zu 24 FussHöhe und 160 Schritte Umfang. Im Dec. 1817 öffnete Hr.Hofr. Dorow den ersten Grabhügel, da er die Winterzeit inmancherlei Hinsicht dafür am zuträglichsten hält, er empfiehltzugleich die Methode, von der Spitze des Hügels beginnendihn nach allen Richtungen bis zum äussersten Rande abzutragen,denn oft fanden sich da noch merkwürdige Gegenstände, viel-leicht Nachbegräbnisse. Man hat sich gewöhnlich begnügt, denHügel in einer Richtung zu durchschneiden. Der auf demsogenannten Hebenkies und in der Geishecke geöffnete sind diebeiden merkwürdigsten. Bei diesem, von 160 Fuss Umfangund 10 Fuss Höhe, stiess man anfangs auf sehr harte Brand-erde mit Holzkohlen vermischt; von Urnen und Knochen warnoch keine Spur zu sehen, aber es zeigte sich eine Menge reinerhaltener Asche. Darin lagen Reste eines verrosteten Schwertes(die noch erhalteneu stahlblauen Massen waren so stark, dasskein Instrument, selbst eine Uhrmachersäge sie nicht angreifenwollte), Ringe, darunter spiralförmig gewundene, zwei Heft-nadeln, Stücke Speis, dem altrömischen Sandmörtel ähnlich, undnoch ein Sporn. Als man mit dem Abräumen der Erdmassenbeinahe zu Ende war, traf man am äussersten Rande der Erd-erhöhung nordostwärts auf einen platten, breiten Stein von 2 Fuss 37210 Zoll Länge, 2 Fuss 8 Zoll Breite, welcher wie ein Tisch aufvier Feldsteinen ruhte. Er war tafelförmig zugerichtet und be-hauen, und auf der Oberfläche zeigte sich eine unförmliche Ver-tiefung, welche in zwei Hauptrinnen auf verschiedenen Seitenauslief. Auf der einen Seite der Tafel steckte ein eisernesSchwert, welches zerfiel, auf der anderen aber lagen Scherbeneines zerdrückten Gefässes von der rohesten Arbeit und gröbstenMasse. In der Nähe aber befanden sich zwei zum Dreieckbehauene Feldsteine, so wie noch andere mehr oder wenigerin diese Form gebrachte, nicht über ein Pfund schwere Steine.Diese Tafel, wovon das Titelkupfer eine Ansicht liefert, hältHr. Dorow für einen einfachen germanischen Opfer-Altar(das dabei eingeklammerte: Druiden-Altar könnte Irrthümererregen, da bekanntlich die Druiden den Galliern zugehören)