OPFERSTÄTTE UND GRABHÜGEL VON DOROW. 26&
Deutung der Runen und Sittenlehren vorkommen. Man könntedaher die Lieder überhaupt so eintheilen, dass in ihnen ent-weder das mythische, das epische oder das ethische Colorit vor-herrsche.
Der dritte Band der Edda, welcher in 3—4 Jahren er-scheinen soll, wird die von Resen bereits bekannt gemachtenLieder Voluspä und Hävamäl enthalten, aber, wie sich vonselbst versteht, in einer neuen kritischen Bearbeitung, wozaverschiedene schon vorhandene Commentare benutzt werdensollen. Hoffentlich wird auch Rigsmäl dazu genommen undder Grotta-Saungr nach der Bearbeitung von Sk. Thorlaciuswieder abgedruckt. Versprochen ist ein Nachtrag zu demGlossar des ersten Bandes und, was ohne Zweifel ein sehrschätzbares Hilfsmittel sein wird, ein Lexicon integrum veterisEddae mythologicum. W. C. Grimm.
OPFERSTÄTTE UND GRABHÜGEL DER GERMANEN 36?UND RÖMER AM RHEIN,
untersucht und dargestellt durch Dorow, Königlich-Preussischen Hofrath.Erstes Heft Amt Wiesbaden. Mit 22 Steindrücken und einer Karte. Wies-baden. Bey L. Schellenberg. 1819. G6 S. in Quart.
Göttingische gelehrte Anzeigen. Bd I, 38. Stück, den 4. März 1820.S. 369-379.
U ber die Eröffnung altdeutscher Grabhügel, die manchmaldem Zufall zu verdanken war, manchmal Liebhabern, welcheoft nur die Absicht dabei hatten, Aschenkrüge in ihren Samm-lungen als eine Zierde aufzustellen, gibt es seit der Mitte des17. Jahrhunderts eine Anzahl kleiner Schriften, die man noch amvollständigsten in dem Handbuch von Lawätz verzeichnet findet.Ausser der jedesmaligen Beschreibung und Abbildung, derenWerth von ihrer Genauigkeit abhängt, liefern sie fast immerauch weithin treibende, oft sehr wunderliche Hypothesen; eineder ältesten, die man Scherzes halber wohl erwähnen darf, wor-nach die alten Urnen als Naturerzeugnisse in der Erde ge-