EDDA SAEMUNDAR II. 259
Finn Magnussen, welche zeigen, dass dieser Band reichlicherals der erste ausgestattet worden, wo von allen diesen Stückennur das vorletzte sich befindet. Von besonderem Nutzen, zu-mal bei dem epischen Charakter dieser Lieder, ist die genaueÜbersicht des Inhalts, deren Werth noch dadurch erhöht wird,dass in den Anmerkungen zur Vergleichung manches Ent-sprechende aus den Sitten des Orients beigebracht ist. Dierechte Bedeutung davon wird sich gleichfalls erst offenbaren,wenn das ganze, Verhältnis zu jenen Landern, wo die Que.Ienliegen, die auch in unserer Poesie strömen, genau erörtert undbestimmt ist, eine grössere Arbeit, an welcher seinen Theil zuliefern der Verf. ohne Zweifel Beruf hat. Übrigens hat er indiesen Beilagen bei schicklicher Gelegenheit einzelne Stellendes Textes nach seiner Ansicht verbessert und anders ausgeleert;gewöhnlich ist dies angezeigt, doch nicht immer, namentlich beikleineren Dingen, so dass man wohl im Contextus eine andereErklärung als in der Übersetzung finden kann. Z. B. Aq. 28heisst der Hort der den Göttern bekannte, dagegen imContextus und Glossar wird der Fluss Rhein der göttlichegenannt, je nachdem man nämlich as-kunnr auf arfi oder Rinbezieht; diese letztere Auslegung scheint den Worten nach vor-zuziehen, macht aber das Beiwort ohne Zweifel wichtig. Esgehört also schon genauere Bekanntschaft mit dem Buche dazu,um es nach seinem eigentlichen Werthe benutzen zu können.Die wohl abgefasste Vorrede rührt wahrscheinlich vonBirger Thorlacius. Sie gibt ausser den Nachrichten überdie Entstehung und Einrichtung des Buchs auch einige Winkeüber die Natur dieser Lieder, wobei die aus P. E. MüllersUntersuchungen genommenen Resultate, deren wir bei demzweiten Bande der Sagenbibliothek [Hermes S. 12—17] gedachthaben, zu Grunde liegen. Es leidet keinen Zweifel, dass wir diese 125Lieder nicht sämmtlich besitzen, so auch konnten die bei der Ver-schiedenheit ihres Geistes, den Wiederholungen, den Abweichungenim Einzelnen, selbst Widersprüchen unmöglich einen und den-selben Verfasser haben. Die Atli-Lieder, nach einer norwegischenProvinz die grönländischen genannt, zeigen innerlich und äusser-lich eine andere Gestaltung der Saga und, wie schon bei den
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