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2 (1882)
Seite
257
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EDDA SAEMUNDAR II. 257

Der Ausdruck ist vorausgenommen, da der Verrath Biccis erstspäter in der Sage vorkommt, aber sehr passend, denn auchAtli hatte Verrath im Sinne. S. 382 ist der Alliteration wegenstatt folginn zu lesen getinn. S. 386 Str. 25. Die alleinrichtige Erklärung von Kumblasmidr ist im Glossar nach-getragen: tumulorum auctor. S. 399 Str. 35 ut geck-atreifagiold raugnir, exiit exhibitum officia regi debita; gioldist aber hier natürlicher in der Bedeutung von poena zu nehmen.Gudrun gieng, um den Fürsten, d. h. Gunnar zu rächen. Stattbratha barnäsku brädor inn kapp-svinna ist zu lesen:brä tha barn-äsku brudur in kapp-svinna: da richtete dieKinder zu Grunde das listige Weib.

Das Glossar ist von Finn Magnussen mit Sorgfalt undGelehrsamkeit ausgearbeitet und zeichnet sich durch grössereVollständigkeit vor dem des ersten Bandes aus. Auch ist hierim Etymologisiren weiter gegangen, namentlich sind die orien-talischen Sprachen mehr herzugezogen. Die Vergleichung damitwird ihren Vortheil erst bei genauerer Kenntnis der Grammatikund Formen bewähren, bis jetzt kann man noch immer miss-trauisch sein, da ein blosses Suchen nach der Wurzel leichttäuscht. Wir können bei nahe liegenden Sprachen die Beispieledafür nehmen: ohne Zweifel ist der Verf. mit der deutschen recht 123gut bekannt, dennoch bleibt es uns unverständlich, wie er beikära, klagen, unser kehren hat anführen können, bei sar, vulnus,unser Geschwür und die Partikel zer (wir haben altdeutschdiu sere und noch heute versehrt); bei sättr, reconciliatus,unser sanft, was gar nichts damit zu schaffen hat; sich setzenbrauchen wir dagegen noch von dem Beilegen eines Streits oderbei Anordnung eines verwickelten Verhältnisses. Dagegen warunser sänftigen bei sefa, sefia anzuführen. Bei vath lagunser altdeutsches wat viel näher als das heutige Gewand,welches sollte angeführt werden, es steht aber wahrscheinlichdurch einen Schreibfehler Wand da, was nur paries bezeichnet.Bei vöxtr ist Wuchs nicht angegeben, sondern Wachsthum,was etwas anderes aussagt, und Wachsung, welches eine bei unsnicht übliche, sichtbar von einem Fremden gebildete Form ist.Bei thy, serva, lag Dieb völlig ab, Diener konnte zur Ver-

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