Druckschrift 
2 (1882)
Seite
243
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BARLAAM VON KÖPKE UND WIGALOIS VON BENECKE. 243

des Teutonista führten; noch häufigere hätte er schon inHuydecopers Erläuterungen des Melis Stoke finden können),eine Bremer von 1376 und eine Hamburger von 1451 (ausseranderen Bruchstücken) zu Gebote. Hier ist mithin alles besserbestellt und die Kölner natürlich zum Grund gelegt. Auch sindkeine anderen guten Handschriften des Wigalois sonst entdecktworden.

In Absicht auf äussere Einrichtung des Abdrucks bemerkenwir, dass sie bei Barlaam ungleich gedrängter und sparsamerist; 16060 Zeilen sind auf 402 Spalten, folglich 201 Blattseitenabgedruckt worden, während die 11708 Zeilen des Wigalois429 Seiten (etwas kleineren Formats) einnehmen. Dieses erhöhtfreilich die Kosten des Verlags, wenn indessen nur lauter solchegediegene Arbeiten im Fache der altdeutschen Litteratur er-schienen und die unreifen hinterblieben, so würde man dochsparen, und die Form des Wigalois gereicht zur Bequemlich-keit beim Gebrauch. Auch die neue Art von Bezifferung,welche beim Barlaam versucht worden ist, so dass nicht fort-laufend die Zeilen des Ganzen, sondern für jede Spalte bezeichnetwerden, will uns nicht gefallen. Sie hat etwas Unsinnlichesund erspart beim Citiren nichts. (Sp. 147150 sind richtigbeziffert, allein im Satz verrückt, man lese auf Sp. 146 dierechte Seite des folgenden und dann erst die linke des vor-stehenden Blattes; auf die Worte: der tohter was er vilbereit folgt: diu wart im sa gegeben.)

Was wir grammatisch und orthographisch an den beidenTexten (am Wigalois fast bloss in letzterer Rücksicht) auszu-setzen hätten, das theilen wir hier nicht mit, weil die Litteratur-zeitungen dergleichen ins Einzelne und Umständliche gehendenBemerkungen ungern den gebührenden Kaum gestatten, überdemdie Druckereien nicht mit den nöthigen Schriftzeichen versehensind, und was das Schlimmste ist, der Abdruck nicht unterden Augen des ßec. geschehen kann, also unvermeidliche Druck-fehler zu befürchten sind, die den Werth der Kritik schmälern.Vielleicht gehören auch dergleichen Dinge besser für die Heraus-geber, als für ein gemischtes, sie leicht missdeuteudes Publikum,und Rec. (um nicht in den S. 436 von Hrn. Lachmann aus-

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