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2 (1882)
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HANS SACHS VON FURCHAU. 233

HANS SACHS, VON F. FURCHAU. 1881

In zwey Abtheilungen. Erste Abtheilung, die Wanderschaft. Leipzig, bey

Brockhaus. 1818. (1 Thlr. 8 Gr.)

Leipziger Litteratur - Zeitung für das Jahr 1819. Zweites Halbjahr.. No. 229,

am 15. September 1819. S. 1831 1832.

J_nn Roman in der jetzt schon ablebenden, bei Nach-ahmern vollends unerträglichen und über die Massen lang-weiligen Fouque'schen Manier, ob sie gleich ein gewisses Talent,eine Schreib- und Denkfertigkeit voraussetzt, über deren Miss-brauch man sich betrübt. Die wohlbekannten Gesinnungen undLobpreisungen des altdeutschen Lebens sind hier an des (alszehn solcher Romanschreiber unendlich kräftigeren und poetischrührigeren) Hans Sachsens Geschichte, wie wir sie aus denGedichten und anderen Nachrichten her wissen, gesetzt undmannigfaltig verblümt. Der ehrliche Meister würde auflachen,wenn er gewusst hätte, was ihm hier für Feinheiten und ge-müthliches Zeug untergeschoben werden; gescheidter nicht, abergelehrter ist er gemacht, z. B. S. 104. 105 urtheilt er über dieNibelungen, die er ohne Zweifel niemals gelesen hatte. BeieinemHerrn und Büchermeister" wird die altdeutsche Poesiedurchgemustert und bekommt gewaltiges Lob, versteht sich.Da heisst es S. 100:ein herrlich überaus vorzügliches Gedicht"und S. 98:ein vorzüglich merkwürdiges und überaus ange-nehmes altes Gedicht, genannt der Krieg auf der Wartburg";wahrscheinlich hat Hr. Furchau dieses dunkle, verworrene undnichts weniger als angenehme Lied niemals mit Augen erblickt,er lese es gelegentlich in der überaus zierlichen und bequemen 1832Jenaer Handschrift einmal nach. Wörter wie: Völligkeit, herzig,herzinnig, minniglich, gar arg, gar amnuthig, allerabenteuerlichst,allerunseligst, herzig, friedlicher und fröhlicher Herr, und hundertdergleichen schmelzen diese Poesie auf allen Blättern. JeanPaul in der Vorrede zur dritten Auflage des Hesperus S. 10bezeichnet den Missbrauch der Beiwörter treffend als schrift-stellerische Austrommelsucht oder Vorsprecherei der Empfin-dungen, welche der Gegenstand haben und zeigen soll, abernicht der Dichter.