230 HANS SACHS VON BÜSCHING. I.
nothwendig festzuhaltende Idee, dass sie auch im Himmel ihreLebensweise fortsetzen, verwischt.
Dergleichen, wo nicht Missverständnisse, auf jeden FallEntstellungen des ursprünglichen Textes lassen sich fast aufallen Blättern nachweisen. Dafür werden andere Hilfsmittelzum Verständnis des Alterthümlichen dem Leser gleichsam alsEntschädigung geboten. Er findet S. 150 schmecken durch:riechen erklärt, S. 148 allesannt durch: allzusammen,S. 121 räumen durch: räumen, S. 285 holf durch hülfe,S. 288 gemachsam verschlechtert in: gewachsam, S. 285 woim Text stehet: „nährest dich der schelmenstück vnnddarzu aller bösen Tück", in der Erneuerung: „nährest dichvon Schelmenstück und dazu aller bösen Tück." Er findetden Ausdruck „dest bass" (desto besser) bald beibehalten, wieS. 124 und 148, bald übersetzt in „was bass" S. 121; — S. 123„vor zuletzt" nicht übersetzt in den heutigen Sprachgebrauch:für zuletzt; — unerklärt gelassen aber: S. 124 geudisch;S. 121 Kosseiwurst; S. 130 Wunderer; S. 285 „du bist mirnicht eben"; S. 146 hartselig; S. 9 „umrevieren"; S. 138„unterdrungen"; S. 170 „dir soll die Schmach thun billigZorn" u. dgl. m. Dem Liebhaber der Hans Sachsischen Poesieen,der an dergleichen Dingen keinen Anstoss nimmt, ist sicherlichnicht der mindeste Vorschub geschehen, wenn „sieht" in „sieht",ruben in Rüben usw. verwandelt wird, oder das besserlautende „auff ein Tag" S. 288 verändert in: auf 'nem Tag.In solchen Virgeln beruht oft der Geist der ganzen Erneuerung,z. B. S. 282 „ein's Tag's in einem alten Fuchs gross' Heu' von54seiner Sund erwuchs" (H. S. eins tages in eim alten Fuchsgross rew der seinen sünd erwuchs). Es müsste aberebenso gut auch gesetzt werden „Sünd'" statt „Sünd" undS. 287 „grün', blüh' und wachs'" statt: grün, blüh undwachs; oder: S. 118 „'nen guten Abend" statt: ein gutenAbend." Übrigens wird die jedesmalige Subscription um das„Anno Salutis" und das Wort „Tag" gekürzt, den einzelnenStücken aber eine Randbezifferung zugegeben, welches den un-verboffentlichen Fall voraussetzt, dass H. S. Werke verloren