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2 (1882)
Seite
209
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SCHOTTISCHE

LIEDER UND BALLADEN VON WALTER SCOTT.

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Doch wie kann ich gehn Mädchen

gleich,

Da ich

kein Mädchen frey?

Gebahr ich dir nicht sieben Söhn'

und trag" ein Pfand aufs neu?

Da

ist schon in

der zweiten Zeile das

Mädch

en frey'

: viel

schlechter, aber

in der vierten das: ein

Pfand

tragen

statt:

wieder mit einem Kinde gehn unerträglich. Wenn in demherrlichen Lied von den zwei Schwestern steht:

he made a harp of her breast-bonewhose sounds would melt a heart of stone,the strings he fiamed of her yellow hair,whose notes made sad the listening ear

und in der Übersetzung S. 137:

er macht eine Harf aus ihrem Brustbein,deren Ton könnt' schmelzen ein Herz von Stein,die Saiten aus ihrem gelben Haar er erkohr,deren Klang macht traurig das lauschende Ohr.

so ist das vornehmeer erkohr" unserem Gefühl höchst widrig,tiberdem der nicht bloss einfache, sondern bedeutende Satz, dassin der Volkspoesie das zweite Mal Gedanken und Wörter wiedas erste Mal folgen müssen, ganz aufgehoben; das yellow hairmusste eben so wie das breast-bone die Zeile schliessen undden Reim haben.

Da eine jede Übersetzung von Volksliedern misslingenmuss, so wollen wir nicht mit der Verfasserin, die vermuthlichdie Schönheit der Originale hinreichend empfindet, über einzelneAusdrücke rechten, die sie der Sprache nach verfehlt hat (z. ß.wenn sie the bonny milldams durch: den muntern Mühl-damm wiedergibt), noch ihre getroffene Auswahl tadeln (dennes sind drei Viertel der Lieder unübersetzt geblieben) noch ihrvorhalten, dass ausser Scotts Minstrel andere Sammlungen,namentlich die von Jamieson zu berücksichtigen gewesen. Indieser steht das gedachte Lied von der bösen Schwester mitmerkwürdigen Abweichungen S. 48 58 unter dem Titel thetwa sisters. Rec. will bei dieser Gelegenheit einer trefflichenSammlung schwedischer Volkslieder Erwähnung tlmn (SwenskaFolkwisor utgifne af Geyer och Afzelius. Stokholm 1814),worin man S. 87 91 dieselbe Sage von der aus dem Brust- 1504

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