Druckschrift 
2 (1882)
Seite
149
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ÜBER DEN URSPRUNG DER ISLÄNDISCHEN POESIE VON RÜHS. 149

Mage. Hr. Rühs:das schwed. make bedeutet einen Ge-nossen nur die grösste Unkunde konnte auf dieses Wortfallen; unserem altdeutschen Magen entspricht das schwed. mag."

Gleichwohl ist make socius nichts anders, als eine demmag ganz nah verwandte Form eines Worts; ein Verwandterist ein Hausgenosse, affinis. Man vergleiche das gloss. synt. s.voce maki. Ausserdem heisst das nord. maugr auch sociuss. Gl. edd. Adelung führt es recht gut aus:das Zeitwortmachen, im Aleman. gimachon, beim Kero kimachon be-deutete ehedem auch vereinigen, verbinden, vermischen; daherist giniach beim Ottfr. und anderen Oberdeutschen ein Paar:,zua dubono gimacho, ein Paar Tauben, und kimachida in Bocks-horns Glossen contubernium. Eben um deswillen bedeutet auchmake im Schwed. einen Gehülfen, Gesellen, mage im Ober-deutschen einen Verwandten." Rec. drückt sich also nur voll-ständiger so aus:mögr, schwed. make und mag, altdeutschMage" (auch gehen die Formen in einander über, z. B. vonsipschaft sin mauc. Troj. Krieg 6863 [6870 K.]); Rec. wollte sobekannte und hinlänglich ausgeführte Dinge nicht wiederholen.

10. Hr. Rühs hatte aufgestellt:isl. nagli, ags. naegel,Nagel (spik)." Also glaubte er, was ganz klar ist, in den nor-dischen Dialekten finde sich das Wort sonst nicht (und das hinzu-gefügte spik clavus sollte wohl anzeigen, die Schweden hättendafür diesen Ausdruck, doch war das einerlei). Rec. hielt ihmnun entgegen, was ihn ganz einfach widerlegt (so dass Rec.nicht einmal absieht, wie jetzt die Nuancen durchhelfen wollen), 222nämlich das schwed. nagel und dän. nagle, ganz in derselbenBedeutung von clavus. Rec. hatte [oben S. 87] geglaubt, das nor-dische nagli und spik heisse ausser clavus auch noch clavis, daswar ein Irrthum, den er hier bekennt, er scheint ihm nicht grossbei den nahe liegenden Begriffen, clavis ist das Schliessende, Ver-bindende, wie clavus (a claudendo), und die Verwandtschaft desnord. nagli clavus mit dem dän. nögl clavis ist so wahrschein-lich, als die zwischen den beiden lateinischen Worten. Hr. Rühskonnte diesen Irrthum, der zur Sache gar nichts that, bemerken,Rec. wäre ihm dankbar gewesen; sehr billig hätte er dagegengestehen müssen, dass er widerlegt und das Wort im Verzeichniszu streichen sei. Hr. Rühs thut aber Folgendes: 1) er stellt