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2 (1882)
Seite
128
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128 SENDSCHREIBEN AN GRÄTER.

Ich muss hier, wo von genauem Verständnis die Rede ist,42 annehmen, dass er wörtlich übersetzt, demnach wäre efstum deracc. sing. fem. eines Adject., denn brüth ist ein Fem., undbrädir wäre der gen. pl. Beides ist ganz unmöglich, und einIsländer müsste über dergleichen Zumuthungen lachen, aberwenn er hernach v. Hogna sehen wird, was der Rec. von denDeclinationen weiss, würde er mich vielleicht dazu berechtigthalten, dennoch will ich es nicht und nur an eine Übereilungglauben. Versteht der Rec. wirklich (wenn er es erklärt, willich es gelten lassen) wie die Ausgabe des Instituts den acc.pl., so begreift man durchaus nicht, warum er nicht einfach sagt:

Die letzten Speisen,ein Druckfehler ist nicht denkbar, und dass jenes poetischersein soll, kann ich mir noch weniger einbilden. Dass er dieForm efstum nicht verstand, das ist jedoch auf jeden Fall ge-wiss und gibt den Ausschlag. Es ist ein abl. (dat.), wie istder mit dem offenbaren acc. pl. brädir zu vereinigen? StephanusBiörnsen greift durch und sagt, es stehe geradezu für efstar.Nahm Rec, wie es scheint, diesen Ausweg an, so musste ersich darüber äussern, auf keinen Fall aber war er berechtigt,zu übersetzen, wie er gethan hat. Ich glaube, efstum steht hieradverbialiter, wie sonst häufig fornum, laungom, fordum, es istder abl. (dat.) pl. und dagum, timum ausgelassen, so in Oddru-nar-gratr. Str. 1:

heyrda ek segia i saugo fornom

hörte ich sagen in der Sage in alten Tagen,

demnach heissen die zwei Zeilen wörtlich:

diesem Aar geh ich

in den letzten Stunden Braten,

mit diesem kommt auch die lateinische Übersetzung: isti doaquilae ultimo pabulum überein gegen die Erklärung der Note.Noch besser zeigt sich der Rec. in folgender Bemerkung[S. 186]:Hr. Grimm wird im Verfolg seiner Studien statt HognaHogni oder Hogne sagen, Hogna ist die weibliche Form,und Rec. hat es sonst auch gebraucht." Ich muss hierzweierlei voran bemerken: erstlich, ich konnte die Correctur43nicht selbst besorgen (wenn man dies bedenkt, wird man das