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2 (1882)
Seite
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114 SENDSCHREIBEN AN GRÄTER.

es noch einmal durchzulesen, und kann sich ja nähere Prüfungvorbehalten.

Offenbar also sind noch mehr als 68 Lieder unübersetztzurück, die nicht mitgerechnet, die ich aus den Elskovsviser27 nicht aufnahm. Recensent mögte gern diese Auslassung tadeln,seine Pflicht war (da die Nothwendigkeit an meiner Stelle eineAuswahl zu treffen jeder einsieht, der die Sache versteht) *), dieübergangenen Stücke nachzulesen, dass er dies nicht gethan,ist aus der Berechnung sichtbar, und so tadelt er vergnügt insBlaue hinein. Ich will dagegen Nyerups Urtheil aus seinerRecension (Dansk Litteratur-Tidende 1811, No. 15) anführen:at han ikke forfode har oversat hele Peder Syv, forstaaersig selv; han har gjort et Udvalg af de bedste Stykker, oget Valg, som man for det meste (nämlich etwas hängt vomindividuellen Urtheil ab; und wenn ein anderer eins noch auf-nähme, würde ich ihn gewiss nicht tadeln) ikke kan andetend billige."

§ 4.Das Vorangehende war allgemein, ich komme jetzt zu demBesonderen. Der Werth einer Übersetzung besteht vor allemin ihrer Treue, d. h. in einem genauen und richtigen Verständnisdes Originals. Hier steht es mit mir leidlich, der Rec. willmir keineswegs genaue Kenntnis des Dänischen absprechen,doch sei, wie schon erwähnt, der Sinnhie und da sonderbarverfehlt". Das Beste vergisst er, die Beweise, das Einzige,was er [S. 176] anführt, ist falsch, ich habe faurt unrechtübersetzt; in meiner Ausgabe, Kopenh. 1787 (man mache mirkeinen Vorwurf, dass ich keine andere verglichen, die einzige,deren ich hätte habhaft werden können, war eine zu Göttingen,diese kam Hrn. Prof. v. der Hagen abhanden und erst wiederzum Vorschein, als mein Buch gedruckt war), steht saa snartover alle Quinde, d. h. so schnell; dies beziehe ich auf dasSingen des Weibes und jetzt auch wohl auf den entzückenden,

') Biarkamäl habe ich absichtlich ausgelassen, weil es nicht in diese Reihegehört und kein Volkslied ist, nichts wäre unkritischer und ungeschickter ge-wesen, als dieses darunter zu mischen.