SENDSCHREIBEN AN GRÄTER. ]0&
und die Welt kauft und liest auch wohl zum zweiten Mal, wassie in der Alterthumszeitung schon, und versteht sich in seinerArt besser, besass, denn wie wir beide, Sie und ich, wissen,enthält es des Falschen mehr, als uns beiden lieb ist. Dererste Stich ist doch immer noch schärfer, als solch ein weitererNach stich.
Übrigens, damit der Recensent die Käufer nicht zu sehrhinters Licht führt, thue ich selber, was seines Amtes war, und 22theile in dem Anhang [S. 51— 56, hier natürlich übergangen]
71—72: „Über den Aufsatz: Die Lieder der alten Edda. Eine nähere An-kündigung der Herausgabe des 2ten Theils der sämundinisßhen Edda von denHerrn Gebrüdern Grimm zu Cassel. Im Morgcnblatt 1812, No. 65. 66. 67 und68" (= Kl. Sehr. I, S. 212 — 227. 587). No. 69 fehlte also.] Der Herr Verf.war so eifrig für die gute Sache, dass er den Schluss jener Ankündigungnicht einmal abwarten wollte, sondern lieber gleich Hand ans Werk legte."Vielleicht wird zu anderer Zeit das Nöthige nachgeliefert. So ward auch dasattische Salz, das anfangs fehlte, durch ein Paar Antikritiken im Anzeiger[F. v. d. Hagens Ausfall vom 12. März 1812: „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es wieder heraus" im Anzeiger No. 13, den 4. Juli 1812,und „Zur Weisung" vom 15. August im Anzeiger No. 15, den 22. August 1812]herbeigeschafft. Ein anderer Mitarbeiter, der, wo ich nicht irre, einmal einRegister zu einem Buch gemacht hat, wusste zu sagen, dass er überzeugt sei,wir würden halten, was wir versprochen, als deutsche Männer, und das hatuns freilich hinlänglich wohlgothan. [Ich weiss nicht, wer gemeint ist.] Eindritter gieng an einem anderen Ort als Leipziger Recensent [anonym in derLeipziger Litteraturzeitung, No. 255, den 14. October 1812, S. 2039], wo ichihn nur an der Löwentatze erkannt habe, noch kühner heraus und meinte,Hrn. Gräters Aufsatz gegen uns enthalte viel Wahres, „nur zu mild aus-gesprochen", ein süsser Tadel, sollte man meinen, der aber dennoch dem-jenigen, welchen er traf, kann heiss gemacht haben, als müsste er einen Ehren-pelz in der Sonnenhitze tragen. Dieser arme Recensent fällt mir wieder ein,weil er in der Recension von Weckherlins Beiträgen (Hall. Lit. Ztg. No. 59)[März 1813. I, S. 472] zweideutig und fein unserer „lobpreisenden" An-kündigungen des Reinhart Fuchs gedenkt. Da nach einer Behauptung seinesGeistes, die wir mit Vergnügen in der Recension von Schlegels DeutschemMuseum in den Jen. Ergänz. Bl. [1813. No. 41, I, S. 326, unterz. <x. ß. yj ge-lesen, „Dichtung zeitliche Dinge so darzustellen hat, dass aus ihnen einGedanke hervorgehe'", so bitten wir ihn auch hier seinen Gedanken her-vorgehen zu lassen und entweder massig erstaunt zu versichern, dass er es sonicht gemeint, oder eine einzige Stelle, ja ein Wort nur anzugeben, wo wiretwas anderes als das treffliche Gedicht selbst in der Ankündigung und Probedaraus gerühmt. An unsere Arbeit dabei haben wir nicht gedacht, da wiruns nicht einmal gern citiren, wie dieser Rec. sich mit allen Knöpfen, die eran seinem Rock und über blinden Taschen trägt.