BONEES EDELSTEIN VON J. J. ESCHENBURG. 77
setzen gedenkt, keins zu liefern, das dem vorliegenden gleichsei, in welchem das allein nicht schlecht ist, was nicht von ihm
herrührt.
[anonym.]
BONERS EDELSTEIN, 2485
in hundert Fabeln. Mit Varianten und "Worterklärungen herausgegeben von
Johann Joachim Esehenburg. Berlin, bey Unger. 1810. 325 S. 8.
(1 Thlr. 12 Gr.)
Leipziger Litteratur-Zeitung für das Jahr 1812. Zweites Halbjahr. No. 311, am14. December 1812. S. 2485—2487.
j_/ev um die deutsche Litteratur verdiente Herausgebertheilt uns hier wieder einiges von seinen Bemühungen im Facheder altdeutschen mit. Im Besitz mancher litterarischen Hilfs-mittel hätte er uns nur öfter mit seinen Arbeiten beschenkensollen, und wir müssen die Umstände bedauern, die ihn bisdaher abgehalten. Hier liefert er Boners Fabeln in einer neuenAuflage, ein an sich verdienstliches Unternehmen, da die ZürcherAusgabe schwer zu haben und ausserdem nicht ganz vollständigist. Die Fabeln selbst verdienen alle kritische Sorgfalt; sindeinige für den poetischen Eindruck zu kurz, so haben andereund nicht gerade wenige eine angenehme, gar nicht leere Aus-führlichkeit. Sein ansehnlicher Apparat musste es dem Heraus-geber erleichtern, der vorliegenden Ausgabe bedeutende kritischeVorzüge vor der Bodmerischen zu geben. Es fehlt daher nicht,dass in manchem der Text gewählter ist, ausserdem ist er durchdie Interpunction, die bei Bodmer fehlt, erläutert, die wichtigstenVarianten der benutzten Quellen sind gesammelt, endlich aber,was dieser Ausgabe einen bestimmteren Werth gibt, es sindnoch sieben neue Fabeln, nämlich 1, 95—100 (da bei Bodmer24 und 25 durch Verzählen fehlen und 23 bei Eschenburg in 24862 Nummern abgetheilt ist, so laufen mit 26 die Nummern inbeiden Ausgaben wieder beisammen), endlich Eingang undSchlussrede hinzugegeben. Wir haben den neuen mit demBodmerischen Text, verglichen und mehrere Stellen gefunden,