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2 (1882)
Seite
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72 NARRENBUCH VON F. H. VON DER HAGEN.

ihrer Üppigkeit halber, und sie aus Eache es bei der Herzogindahin brachten, dass er genöthigt ward, das Amt eines Lustig-machers zu übernehmen; so legen wir wenigstens die Worteaus:die (Herzogin) mein zum ersten erdachte." Die tölpischeVerschlagenheit und fast unbeholfene Lust, Streiche zu spielen,überhaupt diese Mischung von Klugheit und Dummheit, die ihncharakterisirt, machten ihn ganz passend zu diesem Handwerk.Die Dichtkunst hatte er schon getrieben, denn er sagt bei seinem1298 Einzug in Nürnberg:ich sang aus meines Dichtes Werk"(Brent. Ms.); und dass er nicht eigentlich aus dem Bauernstand,ist wahrscheinlich, da er deutsche Bücher lesen konnte (Bodmer79 b ). In Baiern, scheint es, hat man ihn hart gehalten, dennals er hernach dem Fürsten von Oestreich gegeben wurde, hatsich erst, wie er sagt, sein Leben getbeuert. Aus Oestreichmuss er nun den Kreuzzug 1228 mitgemacht haben, vielleichtdoch um sich seiner Lage zu entziehen; als er zurückgekommen,,klagt er, sei seine Noth mit den Torpern wieder angegangen^er habe gedacht, sie hätten sich geändert, aber sie hätten nochin der alten Haut gesteckt. Merkwürdig ist auch, dass er S. 79die Marke verwünscht, wo er und mancher Flemink un-sanfte leben müssen, was vielleicht daraus erläutert wird, dassFr. des Str. Vater Leopold (f 1230) flandrische Münzmeisterberief. S. Hormayrs T.-B. f. vaterl. Gesch. 1811, S. 212. EinesZugs, den er nach Baiern gemacht, gedenkt Nithart auch (Bod-mer 79 b ) und eines Bischofs Eberhard, welches der Bischof E.von Salzburg sein könnte, der zwischen Friedrich dem Streit-baren und Otto von Baiern einen Waffenstillstand vermittelnhalf. (S. Hormayr am angef. O. S. 256.) Reuenthal, das nachmehreren Stellen ihm eigen (Ms. und Bodmer 80 b . 83 a ), nacheiner Stelle im B. Mspt. ihm und seinem Bruder, ist wahr-scheinlich ein allegorischer Name. Einmal ergibt sich von ihmim B. Mspt., dass er zu denSingern in Wien" gehört, undvon Wien aus trieb er auf dem Mark- und Tulnerfeld und zuZeiselmauer seine Streiche mit Engelmair und den Bauern.

Der Kalenberger mit Nithart verglichen ist behender undbesser in seinen Listen. Nitharts Gedichte bei aller mühsamenAusführung sind doch nicht fein und mit den Minneliedern gar