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2 (1882)
Seite
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NARRENBUCH VON F. H. VON DER HAGEN. 69

werden. In dem Apollonius von Tyrland heisst es nach der

Gothaischen HS. V. 7833:

er was ir meister worden sa,als engelmair in dem gew.

In dem Manuscript eines allegorischen Gedichts über die Strafeder Untreue p. m. 43.

Zeiselnmre,

da manichen vilzgebur

her nithard hat gesungen.

Auch in der Mörin kommt noch eine Stelle vor, die der eilige

Verf. übersehen, ed. 1512, f. 42 \

ich sprach: nein, eckart, das lass ston,als neithart sang zu einem mal.

dann bei Hans Sachs.)

Es geht aus allem diesem ohne Widerrede hervor, dassNithart auf keine Weise in Diensten oder in der GesellschaftOtto des Fröhlichen von Oestreich hat leben können, der ganzdem 14. Jahrhundert angehört. Selbst zwischen dessen Geburt(1301) und Nitharts Tod liegt einige Zeit. Da wir nun den Kalen-berger bestimmt als Ottos Zeitgenossen sehen, so ist ferner ein-fache Folge, dass beide Lustigmacher sich nicht gekannt undmit einander Verkehr gehabt haben. Es wäre schon ein wich-tiger Grund dagegen, dass in des Kalenbergers Streichen nichteine Beziehung auf den Nithart vorkommt, während doch beieinem Zusammenleben sich ihre Schwanke mannigfach müsstengekreuzt haben; es wundert uns, dass dem Hrn. v. d. Hagendieses nicht aufgefallen ist; kommt dazu, was wir aus demManuscript vollständig versichern können, dass auch bei Nit-hart keine Spur von dem Kalenberger sich findet, so würdedies allein jene Behauptung sehr zweifelhaft machen.

Die Hauptstelle dafür ist die aus dem Gedicht selber vorhinangeführte. Unter den übrigen Schriftstellern, die sie enthalten,hätte der zuerst reden müssen, welcher der älteste ist, Aventin(den aber Hr. v. d. H. bloss citirt), er sagt (Bair. Chronik Hft.1580, f. 390 b ):bey diesem Herzog Otto (dem Fröhlichen) ausOestreich und seinem Gemahl, Frauen Elsen aus Niederbayern,seind am Hof gewesen: Neithart Fuchs, ein Franke und Hans