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2 (1882)
Seite
47
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DER HELDEN BUCH VON F. H. VON DER HAGEN. 47

H. 340. Da sprach der von Berne:ihr habt wohl gestritten,in dem Rosengarten nach ehrlichen Sitten;der Anger ist gekleidet mit euer beider Blut:Chriemhild die Königinne ist des bass gemuth."

D. 358. Do sprach von Bern Dieterich:ihr band manlich gestritten,streich und schlag kräftigklich, die hatten ihr nit vermitten;der Anger ist geferbet mit euerm rothen blut:Chriemhilt sich nit erbarmet, sie ist dess bass gemuth."

H. 355. Den Schild begunnte er sassen, der getreue Mann, 839er säumte sich nicht länger, er sprang hin aufden Plan.

D. 372. Sin schild er zu ihm schwang und auch sin stehelin helm^er durch den Garten sprang, das von ihm stub das melm.

H. 386. Da stritten sie gegen einander, die zwene weisen Mann,da ward ritterlich gestritten auf dem Plan.

D. 403. Sie stritten mit einander, die zwen kühne mann,recht als der Salamander in hitzen auf dem plan.

H. 387. Ich sag' euch das fürwahre, die zw'ene alten Mann,sie stritten witzigliche auf dem weiten Plan.

D. 414. Ich sag euch das furwahre, die zwen alte Mann,

sie schlugen durch graue haare, dass das blut von ihn'n rann.

Ecken Ausfahrt. Aus den verschiedenen Drucken undder Dresd. Handschrift hat der Herausgeber hier einen ergänztenund besser geordneten Text geliefert; der HS. folgt er imGanzen wohl mehr bis dahin, wo sie gänzlich abweicht vomDruck. Das Sübenmass hat er durchgehends berichtigt, wo-gegen wir hier gar nichts einzuwenden haben, da eine fest be-stimmte Form zum Grund liegt. Wenn er in der Vorrede aberdiese Überarbeitung eine meistersängerische nennt, so wider-sprechen wir ihm bestimmt, die Form rührt gewiss von denMeistersängern her, die Arbeit selbst ebenso gewiss nicht. DieAuswahl des Herausgebers gefällt uns fast immer, es sind dieVorzüge der verschiedenen Kecensionen vereinigt, nur in folgen-dem Beispiel scheint die einfache Wortstellung dadurch verlorengegangen zu sein: