Druckschrift 
2 (1882)
Seite
46
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46 DER HELDEN BUCH VON F. H. VON DER HAGEN.

gelassen, ist zu billigen, weil ganz deutlich sie aus einer anderenEecension eingerückt sind, dagegen sehen wir keinen rechtenGrund, warum nach Str. 173 vier Strophen aus dem Druck über-gangen sind und in den Anhang gebracht, da sie gar wohl inden Zusammenhang passen und an sich nicht schlecht sind.Auch manche Lesart im Druck hätten wir vorgezogen; mankann nicht immer mit Gewissheit auf Verdorbenheit des Textsschliessen, wenn der Reim verschlungen ist, da sich bekanntlich838 dieses nicht gar selten schon im Nibelungenlied findet, und derinnere Werth einer Lesart würde am meisten bei uns entscheiden.Ohnehin haben oft mehrere Verse (wie in Str. 344. 345, im Druck362. 363) aus dem Druck müssen genommen werden, wie dieganze Str. 339 (Dr. 357), welche offenbar keine Zusätze desBearbeiters sind. Wir wollen hier einiges bemerken, was unsbesser geschienen, wiewohl wir gern zugeben, dass bei einersolchen Auswahl es auf individuelle Ansicht und augenblicklicheStimmung ankomme.

Hagen 174. Da verkehrte sich die Farbe an dem viel grimmen Mann,Gehle und auch grüne ward seine Farbe gethan.

Druck 170. Da verkehrte sich die Farbe (syn) an dem viel grimmen

mann,gel vnd grün ward syn schyn, das er's musst sehen an.

H. 223. Da ward gar wohl'gezieret viel manche schöne Magd

und manche schöne Fraue, als man uns von ihr sagt.

D. 241. Da ward gar wohl gezieret viel manche schöne maid,

die do ihr Haar aufschnieret, als uns die Wahrheit sait.

H. 251. Da kam die Königinne und gab ihm ein Kränzelein,

ein Halsen und ein Küssen, das müsst sein eigen sein.

D. 2G9. Da kam die Chriemhilt die kunigin und bracht ihm ein

rosenkranz:ein halsen und ein küssen macht ihm sin freude ganz.

H. 266. Da sprach der Held Heime:ich will ihn nicht bestan,er ist so ungefüge und auch so freisam."

D. 284. Do sprach Heime, der recke:ich will sin nit bestan,er hat dreimal mehr stärke, dann ich nie gewann."