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2 (1882)
Seite
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20 SCHRIFTEN ÜBER DIE NORDISCHE MYTHOLOGIE.

und Heiti (poetische Benennungen), die im Worm. Codex fehlt.Zu Hattatal ist noch ein Commentar von einem späteren ge-kommen (S. 45). Ebenso ist es unzweifelhaft, dass die Ab-handlungen des dritten Theils über Buchstaben und Tropenvon mehreren, auch der Zeit nach verschiedenen Verfassernherrühren (S. 3138); und wahrscheinlich waren sie von ihremUrheber auch noch nicht in verschiedene getheilt (S. 36). B-ec.vermuthet, dass auch der erste Theil eine Veränderung erlitten,wovon hernach mehr vorkommen wird. Als ein solcher späterunschuldiger Zusatz erklärt sich, nach des Rec. Ansicht, auchdie verrufene Vorrede. Der Verf. derselben hat hinzugeschrieben,was er eben gewusst hat von griechisch-römischer, christlicherMythologie, von römischer Geschichte und was ihm nützlichzu poetischem Gebrauch schien. Nichts ist daher abgeschmackter,als aus dieser die Beweise der Unechtheit der Edda zu nehmen;seltsam aber, dass man eins besonders als Ungereimtheit ansiehtund heraushebt, was nach unserer Meinung doch auf alter Tra-dition beruht, nämlich die Hinweisung auf Troja, wie wir aneinem andern Ort gezeigt haben*). Es ist leicht möglich, dassjeder Dichter, der die Poesie nun einmal als Kunst zu erlernenangewiesen wurde, sich Zusätze in seinem Buch gemacht. Soist stets das Ganze, gleichsam unwillkürlich, überarbeitet worden,und so ist alles Spätere, wie etwa auch die Kenningar vonChristus, hineingekommen. An dem Ende des Worm. Codexfinden sich sogar einige Blätter loser Excerpte, vor diesen einBlatt mit dem interessanten Fragment von Rigsmal, und erschliesst mit einem Lobgesang auf die Jungfrau Maria. Hier781 ist jedoch der Ort zu erklären, dass wir es durchaus für un-statthaft halten, wenn diese Ansicht von der Entstehung derEdda Einfluss auf die Bearbeitung des Textes selber habensollte; wir behaupten ausdrücklich, dass alles, was in denManuscripten enthalten, es sei offenbar Späteres darin, init-getheilt werden muss. Darum erstlich, weil doch immereine Grenze da sein wird, wo es zweifelhaft ist, dann aber,weil niemand so kühn sein darf zu bestimmen, es sei durchauskein Gewinn und keine Aufklärung mehr daher zu nehmen;

*) Vgl. jetzt Kl. Sehr. I, 211.